Nurejew und Cyrano
Eine Ausstellung über Szenografie, wie geht das? Ist es sinnvoll, diverse Bühnenbilder zusammenzustellen und diesen den Status der repräsentativen Illustration einer kreativen Sparte zuzusprechen? Und wie würde man diese inszenieren? Die Ankündigung des mitten in der Auvergne gelegenen Centre National du Costume et de la Scène (CNCS), auf nur 400 m2 eine Sektion der Szenografie zu eröffnen, warf also zunächst einige Fragen auf.
Daher: hinfahren und hineinschauen! Seit 2006 beherbergt die Kleinstadt Moulins am Flüsschen Allier diese einzigartige staatliche Institution, die von Anfang an Kostümen und Szenografie verschrieben war. Doch auf den zweiten Teil der Mission musste das Publikum bis April 2023 warten. Und es ist festzustellen, dass das Kostüm die Hauptattraktion bleiben wird. Einerseits, weil das CNCS mit mehr als 10.000 Kostümen, die aus 26.000 Einzelteilen bestehen, über einen einzigartigen und sich ständig erweiternden Fundus verfügt. Andererseits, weil pro Jahr zwei thematische Ausstellungen angeboten werden und der Kreativität der Kuratoren dabei kaum Grenzen gesetzt sind, während die Abteilung Szenografie ihre Exponate wesentlich seltener und unspektakulärer wechseln ...
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BTR 4 2023
Rubrik: Ausstellungen, Messen, Kongress, Seite 72
von Thomas Hahn
BTR: Frau Beer, wie sind Sie zum Theater gekommen?
Jessica Beer: Also erst mal hatte ich keinerlei Beziehung zum Theater. Klar, ich war mal mit der Schule im Weihnachtsmärchen oder mit den Eltern in einer Operninszenierung. Ein Schulausflug ins Berufsinformationszentrum brachte mich auf die Idee, als Requisiteurin ans Theater zu gehen. Ich wusste, ich möchte keinen...
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