Militär beansprucht Kulturfunkfrequenzen
Der Angriffskrieg auf die Ukraine ist der traurige Höhepunkt eines jahrzehntelangen imperialistischen Ansinnens seitens der Russischen Föderation. Die NATO ist in Alarmbereitschaft. Nervosität macht sich nicht nur in Polen, dem Baltikum und Skandinavien breit: Wird Russland weitere Länder angreifen? Auf solche Eventualitäten will das Militär gefasst sein. Mancherorts wird die Wehrpflicht wieder eingeführt oder ausgeweitet, andernorts werden Munitionsbestände aufgefüllt, Straßen und Brücken ertüchtigt für Truppenbewegungen.
Auch die Funkfrequenzen sind von der „Zeitenwende“ betroffen. Konkret will die Bundeswehr verstärkt Frequenzen im Bereich zwischen 470 und 694 MHz nutzen, die bislang für die terrestrische Fernsehübertragung (Rundfunk) und von den Bühnen sowie für Kultur, Journalismus und Filmproduktionen (PMSE, Programme making and special events) genutzt werden. Hinzu kommen Windradare und Radioastronomie. In vielen Regionen ist das TV-UHF-Band damit voll belegt. Eigentlich passt das Militär nicht mehr hinein. Trotzdem versucht es gerade, in die Bänder hineinzuschleichen. Im Jahr 2024 starteten Versuchsfunkvorhaben der Bundeswehr. Ende 2024 hat die Bundeswehr an weiteren ...
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BTR Ausgabe 1 2025
Rubrik: Licht, Ton, Produktionen, Seite 30
von Jochen Zenthöfer
Sie dienen der Orientierung, der Vertiefung des Bildes, dem Festhalten einzelner Bühnenmomente für eine vermeintliche Ewigkeit oder auch, ganz einfach: der Erzeugung starker Illusionen. Die Rede ist von vier OLED-Screens, die in Robert Lepages Stück „Glaube, Geld, Krieg und Liebe“ an der Schaubühne Berlin das Zentrum des sehr wandelbaren Bühnenbilds bilden und so...
BTR: Herr Koischwitz, was hat Sie zum Theater gebracht?
Carl Koischwitz: Das war eher Zufall: Nach dem Abi wusste ich nicht so recht, was ich machen sollte. Daher schob ich ein FSJ beim Theater Eisleben an – ich fand das Theater immer gut, war dort mit der Schule, aber auch privat einige Male. Im Zuge des FSJ entdeckte ich dann überhaupt erst den Beruf des...
Eine anspruchsvolle Aufgabe: Im Hangar eine Akustik schaffen, die trotz der herrschenden Bedingungen, z. B. der Schallreflexionen im Raum, dem Publikum einen optimalen Hörgenuss auf allen Plätzen bietet. Zugleich müssen sich Chor, Solisten und Orchester klanglich verständigen, also perfekt zusammenspielen können. Angesichts allein der Bühnengröße mit 60 m Breite...
