Militär beansprucht Kulturfunkfrequenzen

Nach der Weltfunkkonferenz 2023 atmeten Sounddesigner und Tontechniker auf. Das für Bühnen so wichtige Frequenzband zwischen 470 und 694 MHz blieb gesichert. Doch jetzt interessiert sich die NATO für das Band. Weil man sich auf einen russischen Angriff vorbereiten muss, verlangt die Bundeswehr einen Zugang zu den Kulturfunkfrequenzen

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Der Angriffskrieg auf die Ukraine ist der traurige Höhepunkt eines jahrzehntelangen imperialistischen Ansinnens seitens der Russischen Föderation. Die NATO ist in Alarmbereitschaft. Nervosität macht sich nicht nur in Polen, dem Baltikum und Skandinavien breit: Wird Russland weitere Länder angreifen? Auf solche Eventualitäten will das Militär gefasst sein. Mancherorts wird die Wehrpflicht wieder eingeführt oder ausgeweitet, andernorts werden Munitionsbestände aufgefüllt, Straßen und Brücken ertüchtigt für Truppenbewegungen.

Auch die Funkfrequenzen sind von der „Zeitenwende“ betroffen. Konkret will die Bundeswehr verstärkt Frequenzen im Bereich zwischen 470 und 694 MHz nutzen, die bislang für die terrestrische Fernsehübertragung (Rundfunk) und von den Bühnen sowie für Kultur, Journalismus und Filmproduktionen (PMSE, Programme making and special events) genutzt werden. Hinzu kommen Windradare und Radioastronomie. In vielen Regionen ist das TV-UHF-Band damit voll belegt. Eigentlich passt das Militär nicht mehr hinein. Trotzdem versucht es gerade, in die Bänder hineinzuschleichen. Im Jahr 2024 starteten Versuchsfunkvorhaben der Bundeswehr. Ende 2024 hat die Bundeswehr an weiteren ...

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BTR Ausgabe 1 2025
Rubrik: Licht, Ton, Produktionen, Seite 30
von Jochen Zenthöfer

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