Kino der Zukunft?
Die Millionenstadt Gwangju liegt im südwestlichen Zipfel Südkoreas und ihr Name verweist – übersetzt – auf ein „Land des Lichts“. Da trifft es sich gut, dass dort das neueste aller Hemisphärenkinos steht. Die silberne, glänzende Kugel des „Space 360“ liegt im Themenpark Lucerium und ist dem National Science Museum angegliedert. Es bietet eine Filmerfahrung ganz und gar außergewöhnlichen Kalibers. Die Betreiber versprechen ein Erlebnis in virtueller Realität ohne VR-Brille oder andere Ausrüstung, und in der Tat unterscheidet sich dieser Saal von europäischen Rundumkinos.
Das Besondere ist, dass hier nicht nur horizontal, sondern auch vertikal eine 360°-Sphäre errichtet wurde. Besucher begeben sich auf einen transparenten Glassteg, der ins Leere ragt, und der Film wird um sie herum, sowohl unter ihren Füßen als über ihren Köpfen projiziert. Steht man in der Mitte, ist jeder Punkt der Kuppel, oben wie unten, rechts wie links, sechs Meter weit entfernt. Nun gibt es in diesem Kino keine Sessel und man kann weder sitzen noch liegen. Allein ein Geländer wird geboten, an dem man sich stehend festhalten kann. Abenteuer statt Popcorn. Daher auch die Warnung, bevor die Projektoren angeworfen ...
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BTR Ausgabe 1 2021
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 66
von Thomas Hahn
Der schönste Blick auf das Humboldt Forum bietet sich von der Schloßbrücke aus. Wie frisch gebacken strahlt seine barocke Fassade, die Nachmittagssonne kitzelt noch die feinsten Reliefs und Ornamente in ihrem warmen Lichtund Schattenspiel heraus. Über dem auskragenden Portal, das die breite Front entlang des Spreekanals symmetrisch teilt, ragt die kupferne Kuppel...
Seit fünf Jahren unterrichte ich im Lichtdesign-Studio der Janáček-Akademie für darstellende Künste (JAMU) in Brünn. Unser Fach bietet einen Master-Abschluss, das Studium dauert also zwei Jahre. Dabei ändert sich unsere Vorstellung über die „idealen“ Studierenden ständig, vor allem, was die Schulen angeht, von denen sie zu uns kommen sollten. Bei unserer ersten...
The premiere of ‘Bunbury – Ernst ist das Leben’ at the Grillo Theatre in Essen was scheduled for 6 December; due to the pandemic, there were no more showings after the final rehearsal on 3 December in front of a small audience. The pun in the play’s title is spun out by the two leading female characters, Cecily Cardew and Gwendolen Fairfax, who are convinced they...
