Kann man Transparenz sehen?

Das IFAF – Institut für angewandte Forschung Berlin – sowie Studierende zweier Hochschulen und verschiedene Projektpartner erarbeiteten das interdisziplinäre Projekt „XICHT“ in Berlin und Potsdam, um den öffentlichen Raum temporär in eine Bühne für behördliche Transparenz zu verwandeln. Ziel war es, komplexe wissenschaftliche Inhalte für ein Publikum niedrigschwellig zu kommunizieren und zu vermitteln

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Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen nicht immer rein theoretischer Natur sein, sondern können auch eine breite Masse ansprechen – das zeigt das Projekt XICHT (= eXperimentell Interaktive Chancen auf Transparenz in der Verwaltung). Gegenstand des Projekts war es, Transparenz in der Verwaltung wissenschaftlich zu erarbeiten und szenografisch zu veranschaulichen. Viele Behörden bemühen sich, die Wichtigkeit von Transparenz hervorzuheben, um behördliches Handeln zu legitimieren.

Transparenz schafft Vertrauen – diese Botschaft soll den Bürger:innen in der behördlichen Kommunikation vermittelt werden. Was genau aber wird unter Transparenz verstanden und wie soll diese durch die Behörde nach außen kommuniziert werden? Wo sind die Grenzen der Darstellbarkeit von komplexen Verwaltungsvorgängen und wann führt der Wunsch nach Transparenz zu mehr Intransparenz? Antworten auf diese Fragen liefert das XICHT-Projekt: Die verschiedenen Sichtweisen der Beteiligten hatten zum Ziel, Behörden im wörtlichen wie im übertragenen Sinne neu zu beleuchten.

Transparenz und Vergabe
In der ersten Projektphase (April 2020 bis August 2021) wurde zunächst durch die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin ...

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BTR 5 2022
Rubrik: Beruf und Bildung, Seite 84
von Paul Bauer, Katrina Gagelmann, Maria Krautz

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