IT-Ekstase in Walhall

Calixto Bieito inszeniert an der Pariser Bastille-Oper den Nibelungen-Ring. Dessen turmhohe Götterburg aus Lochplatten und aller Art metaphorischen Goldes wurde von Rebecca Ringst konzipiert, mit Anspielungen auf den von 2006 bis 2008 abgerissenen Palast der Republik in Berlin. „Das Rheingold“ war im Januar und Februar 2025 in Paris zu erleben

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Calixto Bieito führt Regie, Rebecca Ringst entwirft das Bühnenbild. Es ist eine Konstellation, die am Opernhimmel alle Rekorde bricht. Calixto und Ringst sausen sozusagen mit dem Eilzug durch Europa. Doch an der Bastille-Oper setzen sie der Schnelllebigkeit auch Nachhaltigkeit entgegen. Der aktuelle dortige Wagner-Ring ist das größte Projekt der Pariser Oper seit Langem und wohl auch in Zukunft. Dementsprechend zieht Alberich einen Ring hervor, der das Format einer Krone aufweist.

Es ist ein „Ring“, geschmiedet für die Ewigkeit, dessen Bühnenbild fast bis zum Ende der Tetralogie von einer evolutiven Götterburg beherrscht wird.

„Uns war ziemlich schnell klar, dass wir tatsächlich ein Grundkonzept finden wollten, das sich durch alle vier Teile weitererzählt. Es gibt ja Regisseure, die für jeden Teil ein komplett neues Konzept entwickeln“, schildert Ringst den Beginn aller Bauplanungen für die Ring(st)-Bühne. „Das Spannende ist, eine Welt zu erzählen, die sich verwandelt und dass diese Veränderung im Raum etwas über unsere Welt erzählt“, stellt sie klar. Erst zur „Götterdämmerung“ soll die hier sehr markante, retro-futuristische Konstruktion eventuell von der Bühne verschwinden und ...

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BTR 2 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 52
von Thomas Hahn

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