Inside szenischer Raum

In Kooperation mit dem Szenografie-Bund gab es im ersten Halbjahr 2026 am Studiengang „Bühnenbild_Szenischer Raum“ der TU Berlin eine kleine Vortragsreihe, die aktuelle Bühnenbildpositionen behandelt. Eingeladen waren auch Bühnenbildner Nikola Knezevic und die Szenografin Barbara Lenartz, die über ihre gestalterische Praxis berichteten

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Am 19. Januar kam der hauptsächlich für Florentina Holzinger tätige Nikola Knezevic in die TU Berlin, um über sein Verständnis von Bühne und die Erschaffung von Bühnenräumen über Performance und Mensch-Objekt-Hybride zu sprechen. Barbara Lenartz präsentierte am 21. April ihre Gestaltung narrativer Rauminstallationen über eigene Projekte und ihre Zusammenarbeit mit dem Kollektiv machina eX. Rund 40 Studierende und Fachinteressierte verfolgten den englischen Vortrag „Bodies, Objects, and the Making of the Stage“ von Nikola Knezevic.

Er begann mit einem Showreel als Kondensat seiner Arbeit mit Holzinger und zeigte Ausschnitte unter anderem aus „Sancta“ (BTR 3/2024) und „Ophelia’s Got Talent“ (BTR 1/2023). An die veranschaulichten Performances und Stunts knüpfte der Bühnenbildner – ursprünglich ausgebildeter Architekt – seine Definition von Bühnenraum an.

Anhand Oskar Schlemmers Schema für Bühne, Kult und Volksfest verdeutlichte Knezevic, welche Unterhaltungsarten auf der Bühne stattfänden und wie wichtig ihm die Verbindung dieser Genres – u. a. Zirkus, Varieté, Kabarett, Theater, Weihe und Festspiel – sei. Elemente auf der Bühne sollten keine Dekoration sein, sondern als Akteure ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Ausgabe 3 2026
Rubrik: Beruf und Bildung, Seite 64
von Philipp Eyselein

Weitere Beiträge
In etwas Höheres verwandelt

Tadashi Kawamata hat einen besonderen Spürsinn für verbotene Orte. Vornehmlich in Nischen und Parks im urbanen Raum setzt er seine „Nester“ und Hüttenähnlichen Gebilde „Tree Huts“. Seine vergänglichen Architekturen aus Holzlatten verwandeln sich an Gebäuden, Straßen, Bäumen zu plastischen Graffiti, manchmal unscheinbar, mitunter wirbelnd ausufernd oder wie vom Wind...

Leidenschaftlicher Diskurs

Im Jubiläumsjahr zeigte das „Radikal jung“-Festival im Münchner Volkstheater zahlreiche politische Positionen, und das in Romanadaptionen, Dramen, Performances und einem Opernformat. Insgesamt zwölf Regiearbeiten – von größeren Theaterbühnen und aus der freien Szene – hat das Kurator:innenteam Leon Frisch, Hannah Mey, Isabelle Redfern, C. Bernd Sucher und Christine...

Fundus und Forschung

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erreichte das württembergische Bühnenwesen ein Niveau, das es weit über die Grenzen des Herzogtums hinaus bekannt machte. Selbst Giacomo Girolamo Casanova rühmte den Hof Herzog Carl Eugens enthusiastisch als den „glänzendsten von ganz Europa“ und verwies im Besonderen auf die außergewöhnlichen Aufwendungen im Bereich des...