Ideen teilen und entwickeln

Der erste Kongress „Zukunft des Theaters – Theater der Zukunft“ fand Ende April im Theater Dortmund statt. Akteur:innen aus Theater- und Opernhäusern arbeiten in einem Netzwerk zusammen, das sich stetig erweitert. Aus einem regelmäßigen Austausch der Beteiligten sollen Ideen zu Veränderungen in den Betrieben erarbeitet und diese in die Häuser getragen werden.

Ein sonniger Morgen Ende April, es ist kurz nach 9 Uhr und viele Menschen stehen vor dem Eingang des Theaters Dortmund, begrüßen sich, reden oder trinken Kaffee. Nach einem Jahr, in denen Workshops und Arbeitsgruppentreffen nur im virtuellen Raum stattfanden, ist es endlich so weit. Der erste Kongress „Zukunft des Theaters – Theater der Zukunft“ findet live statt. Viele Kolleginnen und Kollegen, die in der Strukturgruppe mitgearbeitet haben, sind nach Dortmund gekommen.

Es ist aufregend, die Menschen, die man bisher nur vom Bildschirm kannte, nun von Angesicht zu Angesicht zu treffen. Es sind außerdem auch viele Gäste angereist, die an den Präsenzworkshops teilnehmen wollen. Die Gründung des Netzwerks geht auf ein zufälliges Zusammentreffen und Gespräch von Tanja Krischer, Verwaltungsdirektorin am Rheinischen Landestheater Neuss, und Adil Laraki, Personalratsvorsitzender vom TUP Essen, zurück. Die bestehenden Strukturen im Theater stoßen nach Ansicht von Krischer und Laraki zunehmend an ihre Grenzen. Mitarbeitende fordern mehr Transparenz in Entscheidungsprozessen, wollen eine größere Mitbestimmung. Gesellschaftliche Veränderungen wie die Forderung nach mehr Diversität, ...

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BTR Sonderband 2022
Rubrik: Bau / Betrieb, Seite 58
von Martina Meyer

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