Nachhaltig produzieren im Theater?
Geht es um die nachhaltige Produktion am Theater, sind Angst und Skepsis anfänglich oft groß, schließlich ist die künstlerische Freiheit ein hohes Gut – und ein möglichst unerschöpflicher Fundus an kreativen Ideen soll deren Nährboden bilden. Auf unseren Bühnen werden aktuelle, brisante Themen behandelt, von der Rampe herab wichtige und richtige Botschaften gesandt. Doch wie sieht es hinter den Vorhängen deutscher Theater aus? Leider klafft oft ein tiefer Spalt zwischen eigenem moralischen Anspruch und eigenem konkreten Tun. Auch im tjg.
theater junge generation, dem größten eigenständigen Kinder- und Jugendtheater in Deutschland mit einer Belegschaft von rund 130 Mitarbeitenden und eigenen Werkstätten, war (und ist) das leider oft noch so. Aber die Leitung und die Mitarbeitenden haben sich auf einen langen Transformationsprozess eingelassen. Der begann 2018, als Sukuma arts e. V. – ein Verein, der nachhaltige Veränderungsprozesse anstößt und begleitet – der Theaterleitung anbot, das tjg. zu einem „Reallabor“ der „Zukunftsstadt Dresden 2030“ zu machen. Im Rahmen des Projekts „NU – Nachhaltigkeit Unternehmen“ sollte untersucht werden, wie es in Unternehmen verschiedener Branchen und ...
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BTR Sonderband 2022
Rubrik: Potenziale / Initiativen, Seite 36
von Lutz Hofmann
Mitten auf dem Fluss drosselt das Schiff seine Fahrt, bringt sich in Position, sodass seine Fahrgäste beste Sicht auf die zu dieser späten Uhrzeit spärlich erleuchtete Elbphilharmonie haben. Das Hamburger Wetter ist völlig anders als sein Ruf: tagsüber schönster Frühlingssonnenschein, jetzt fast windstill und klarer Nachthimmel. Gebannt schauen alle zu dem...
Wenn Jacob Bilabel einen Blick in die Zukunft wirft, dann formuliert er nachdenklich Sätze wie diesen: „Wir wünschen uns, dass wir alle zu der Erfahrung kommen, dass eine klimaverträgliche Welt schöner, bunter, lustiger, liebevoller, menschlicher ist.“ Es ist genau diese Motivation, die Bilabel dazu veranlasst hat, im Jahr 2020 mit anderen das Aktionsnetzwerk...
„Timing aller Beteiligten optimal verzahnen“
Nils Stahl, stellvertretender Betriebsdirektor an der Elbphilharmonie und Projektleiter von „Breaking Waves“, über die erforderlichen Maßnahmen bei der Drohnenshow.*
BTR: Herr Stahl, wie ist für Sie gestern der Abend verlaufen?
Nils Stahl: Abgesehen von ein paar Vorabstimmungen fast wie bei unseren normalen...
