Nachhaltig produzieren im Theater?

Ressourcen schonen, Materialien wiederverwenden, künstlerische Konzepte und Arbeitsprozesse neu denken: Das Theater kann zum Reallabor werden, um das Denken und Handeln zu verändern und um Netzwerke über die Theaterblase hinaus zu entwickeln. Ein Erfahrungsbericht über einen Transformationsprozess am tjg in Dresden und ein Appell zu handeln.

Geht es um die nachhaltige Produktion am Theater, sind Angst und Skepsis anfänglich oft groß, schließlich ist die künstlerische Freiheit ein hohes Gut – und ein möglichst unerschöpflicher Fundus an kreativen Ideen soll deren Nährboden bilden. Auf unseren Bühnen werden aktuelle, brisante Themen behandelt, von der Rampe herab wichtige und richtige Botschaften gesandt. Doch wie sieht es hinter den Vorhängen deutscher Theater aus? Leider klafft oft ein tiefer Spalt zwischen eigenem moralischen Anspruch und eigenem konkreten Tun. Auch im tjg.

theater junge generation, dem größten eigenständigen Kinder- und Jugendtheater in Deutschland mit einer Belegschaft von rund 130 Mitarbeitenden und eigenen Werkstätten, war (und ist) das leider oft noch so. Aber die Leitung und die Mitarbeitenden haben sich auf einen langen Transformationsprozess eingelassen. Der begann 2018, als Sukuma arts e. V. – ein Verein, der nachhaltige Veränderungsprozesse anstößt und begleitet – der Theaterleitung anbot, das tjg. zu einem „Reallabor“ der „Zukunftsstadt Dresden 2030“ zu machen. Im Rahmen des Projekts „NU – Nachhaltigkeit Unternehmen“ sollte untersucht werden, wie es in Unternehmen verschiedener Branchen und ...

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BTR Sonderband 2022
Rubrik: Potenziale / Initiativen, Seite 36
von Lutz Hofmann

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