„Ich staune jedes Mal, was Licht ausmacht“
Gunther Matejka: Frau Dörr, wie lange haben Sie an „Sister Act“ gearbeitet?
Claudia Dörr: Die Vorplanungen für eine Musicalproduktion beginnen rund eineinhalb bis zwei Jahre, bevor das Stück auf die Bühne kommt. Ich schreibe das Script und eine Konzeption, mache eine vorläufige Besetzung, gleichzeitig beginnen Budget- und Technikplanungen etc. Die Proben für „Sister Act“ haben im Februar 2023 begonnen, wir haben aber nebenbei auch noch Konzerte gegeben und ein Weihnachtsmusical gespielt.
Sechs Monate vor Premiere beginnt die heiße Phase mit mehr Proben, Tanz- und Schauspieltraining, PR-Auftritten und etwa sechs Wochen vor Premiere die End-Probenphase mit Durchläufen, Kostümproben, Technikproben und so weiter.
Was war das Schwierigste bei der Produktion?
Immer mehr Menschen fällt es schwer, sich längerfristig auf ein Projekt einzulassen. Es ist schwierig, in der Probenarbeit weiterzukommen, wenn Darsteller oft fehlen oder plötzlich feststellen, dass sie doch keine Zeit haben. Im Verlauf dieser Produktion sind außerdem drei Frauen schwanger geworden. Dann muss man umbesetzen und wieder neu einstudieren. Das kostet Zeit und Nerven.
War die Jakobskirche von Anfang an Ihre ...
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BTR 3 2024
Rubrik: Festivals und Produktionen, Seite 54
von Gunther Matejka
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Der Leipziger Bühnen- und Kostümbildner Axel Pfefferkorn (*1943) hat sein gesamtes Arbeitsleben in den Dienst des Theaters gestellt und dabei unzähligen Stücken einen besonderen Rahmen...
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