„Ich staune jedes Mal, was Licht ausmacht“

Die Musicalcompany Nürnberg ist ein aus etwa 30 semiprofessionellen Künstlern und Künstlerinnen bestehender Verein. Eine kreative Triebfeder, die sich ganz dem Genre Musical verschrieben hat – und damit große Erfolge feiert. Ein Gespräch mit Gründerin und Regisseurin Claudia Dörr über die Produktion „Sister Act“

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Gunther Matejka: Frau Dörr, wie lange haben Sie an „Sister Act“ gearbeitet? 
Claudia Dörr: Die Vorplanungen für eine Musicalproduktion beginnen rund eineinhalb bis zwei Jahre, bevor das Stück auf die Bühne kommt. Ich schreibe das Script und eine Konzeption, mache eine vorläufige Besetzung, gleichzeitig beginnen Budget- und Technikplanungen etc. Die Proben für „Sister Act“ haben im Februar 2023 begonnen, wir haben aber nebenbei auch noch Konzerte gegeben und ein Weihnachtsmusical gespielt.

Sechs Monate vor Premiere beginnt die heiße Phase mit mehr Proben, Tanz- und Schauspieltraining, PR-Auftritten und etwa sechs Wochen vor Premiere die End-Probenphase mit Durchläufen, Kostümproben, Technikproben und so weiter.

Was war das Schwierigste bei der Produktion? 
Immer mehr Menschen fällt es schwer, sich längerfristig auf ein Projekt einzulassen. Es ist schwierig, in der Probenarbeit weiterzukommen, wenn Darsteller oft fehlen oder plötzlich feststellen, dass sie doch keine Zeit haben. Im Verlauf dieser Produktion sind außerdem drei Frauen schwanger geworden. Dann muss man umbesetzen und wieder neu einstudieren. Das kostet Zeit und Nerven.

War die Jakobskirche von Anfang an Ihre ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR 3 2024
Rubrik: Festivals und Produktionen, Seite 54
von Gunther Matejka

Weitere Beiträge
Neue Wege für lichtbasierte Kunst

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst ist ein Museum, das sich ausschließlich der Präsentation von Lichtkunst widmet. Mit diesem Schwerpunkt und der unterirdischen Ausstellungsfläche in den Kellerräumen einer alten Brauerei ist es eine weltweit einzigartige Erscheinung in der Museumslandschaft. Auf rund 3000 Quadratmetern verbinden sich in einer...

Von Folien und Projektoren

Projektion und Projektionstechniken nehmen in dem täglichen Opern- und Schauspielhäusern Deutschlands, Europas und der Welt einen immer größeren Raum ein. Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, kombiniert mit der Kreativität von Regisseur:innen, Bühnenbildner:innen, Lichtdesignern:innen u. v. m. auf und hinter den Bühnen und der rasant fortschreitenden...

Bücher BTR 3/24

Schön ist, was stimmig ist Bühnenbild Prozesse
von Axel Pfefferkorn 104 Seiten, Abbildungen, 21 × 21 cm, gebunden ISBN 978-3-985952-64-9 Glockenbach Verlag, München 2024 EUR 14,00
Der Leipziger Bühnen- und Kostümbildner Axel Pfefferkorn (*1943) hat sein gesamtes Arbeitsleben in den Dienst des Theaters gestellt und dabei unzähligen Stücken einen besonderen Rahmen...