Gestern – Heute

Noch bis zum 27. April zeigt die kleine Fotoausstellung „GESTERN – HEUTE“ im Foyer der Schauspielschule Ernst Busch in ausgewählten Motiven die Geschichte dieses Gebäudekomplexes in der Chausseestraße in Berlin. Dort befanden sich bis 2010 die Werkstätten der Staatsoper und weiterer Theater. Zu Wort kommen dabei einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nachzulesen auch in einem Begleitheft zur Ausstellung, aus dem wir hier Auszüge veröffentlichen.

Parallel zum Wiederaufbau der Staatsoper Berlin wurden in den Fünfzigerjahren die Dekorationswerkstätten der staatlichen Theater in Berlin aufgebaut. Die zentralisierten Werkstätten waren zu jener Zeit einmalig, da es üblich war, Werkstätten immer direkt in oder an den Theatergebäuden unterzubringen. Am 26. September 1953 fand auf dem Areal zwischen der Chausseestraße und der Heringsdorfer Straße – an der Berliner Mauer und in der Nähe des Stettiner Bahnhofs gelegen – das Richtfest statt. Die Staatsoper nahm im September 1955 (Richtfest war am 11.

April 1953) ihren Spielbetrieb auf und die Werkstätten begannen mit der Produktion der Dekorationen für die Staatsoper, das Deutsche Theater, Kammerspiele sowie für das Berliner Ensemble. Die Kostümwerkstätten in der Französischen Straße, die stark zerstört waren, nahmen parallel zu den Dekorationswerkstätten ihre Arbeit auf. Die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ging aus der 1905 von Max Reinhardt, dem Intendanten des Deutschen Theaters (DT), gegründeten ersten deutschen Schauspielschule hervor und war mit ihren Fachbereichen auf verschiedene Standorte in Berlin verteilt. Ein Probenzentrum fand sich im Stadtteil Schöneweide, das ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Ausgabe 2 2022
Rubrik: Bau & Betrieb, Seite 88
von Winfried Kutsch und Klaus Wichmann

Weitere Beiträge
Schwarz und Weiß

Lena Myhashko, Theaterkritikerin und Chefredakteurin von „Gwara Media“, befand sich Anfang März noch in ihrer Wohnung in Kiew.

Sonntag, 6. März. Heute ist der 11. Tag, seit Russland den Krieg gegen mein Land begonnen hat. Nicht „Eskalation des Konflikts“ oder „Verschärfung der Ukraine-Krise“, nicht „Entfesselung einer speziellen Militäroperation“, sondern Krieg. Es...

Raum mit Geheimnissen

Judith hat ihr vergangenes Leben hinter sich gelassen, um Herzog Blaubart auf seine Burg zu folgen. Sieben verschlossene Türen gilt es zu öffnen, um bis ins Innere seiner Seele vorzudringen. Doch was verbirgt sich dahinter? Sind es Blaubarts oder Judiths emotionale Ängste und Abgründe oder gar unsere eigenen? In der Inszenierung am Aalto-Theater wird die Bühne von...

Sound in the right direction

Productions at the Bregenz Festival have become progressively more elaborate and spectacular since the festival’s founding 76 years ago. With expectations steadily rising, both on the part of the festival organisers and the audience, the sound technology has needed to constantly develop to keep up with the state of the art and meet those growing demands.

The BOA...