Flaute bei den Freelancern

Während in Schauspiel- und Opernhäusern wieder vor Publikum gespielt wird, erste Open-Air-Aufführungen stattfinden, bleiben die meisten Events wie Musikkonzerte und Messen noch abgesagt – zum Leid der vielen Solo-Selbstständigen und Einzelunternehmer, die solche Veranstaltungen erst möglich machen. Fünf von ihnen erzählen uns, wie sie durch die Pandemie gekommen sind, was besser oder schlechter hätte laufen können und wie es voraussichtlich mit ihnen in der Veranstaltungsbranche weitergeht.

Wie auch #AlarmstufeRot will die Initiative #Ohneunsistsstill deutschlandweit auf die prekäre Lage der Veranstaltungsbranche aufmerksam machen. Meist mit der jeweiligen Postleitzahl im Namenszusatz weisen hier regional „Kulturgesichter“ auf Plakaten, LED-Wänden o. ä. auf die vielen Einzelschicksale hin, die hinter dem sechstgrößten deutschen Wirtschaftszweig (laut IGVW-Studie von 2020 ca. 130 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr) stehen und in dem rund 1,5 Millionen Menschen arbeiten.

Zahlreiche davon sind Solo-Selbstständige, ohne die es Shows, Konzerte, Partys, Clubs und Messen nicht geben würde. „Wir sind immer noch im Lockdown, viele leben am Existenzminimum“, beklagt Patrick Berg, Fachkraft für Veranstaltungstechnik und Mitinitiator der Initiative, anlässlich einer Aktion der KulturgesichterNRW in der Essener Innenstadt Ende Mai.

Wie hoch der Schaden in der Branche insgesamt ist, erfasst die Forward Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft (fwd: – ehemals FAMAB) aktuell auf einer Website, auf der man seit März 2020 abgesagte Events mit über 100 Personen eintragen kann (https:// schadenserhebung-veranstaltungswirtschaftcorona.famab.de): Stand Mitte Juni 2021 hatten knapp 100 ...

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BTR Ausgabe 3 2021
Rubrik: Bau & Betrieb, Seite 50
von Julia Röseler

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