„Es ist ein Spiel mit der Illusion“

Philipp Fürhofer arbeitet als bildender Künstler, zugleich inszeniert er für die Opernbühne und Ausstellungsräume (BTR 6/2017 und 2/2018). Im Januar feierte die Inszenierung „Tristan und Isolde“ am Staatstheater Cottbus ihre Premiere, für die er Bühnen- und Kostümbild entwickelte. Der gebürtige Augsburger spricht über seine Inspirationen und Naturgewalt, über Wagners Gesamtkunstwerk und neueste Kunstprojekte mit Licht. Ein Atelierbesuch

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Im Staatstheater Cottbus läuft am 27. Mai 2023 noch ein letztes Mal „Tristan und Isolde“. Von Richard Wagner lediglich eine „Handlung“ genannt, hat Intendant und Regisseur Stephan Märki das Werk auf der Brandenburger Bühne als Kammerspiel inszeniert. Ein Einheitsraum – der Formen aus Jugendstil und einer Raumkapsel mixt – wird mit Projektionen, Wänden und Spiegeln in verschiedene Orte verwandelt. Orte, an denen das Liebespaar durch Zeit und Raum reist und die Unmöglichkeit ihrer Liebe erfahren muss.

Sophie Diesselhorst: Herr Fürhofer, Sie sind erfolgreich als bildender Künstler – warum arbeiten Sie auch als Bühnen- und Kostümbildner fürs Theater?
Philipp Fürhofer: Das Theater ist, glaube ich, für viele Theatermenschen ein Mittel, sich irgendwie ein Stück Kindheit zu bewahren und weiterzuspielen. Inspiriert hat mich das Theater auch schon früh: Ich komme ja aus Augsburg und erinnere mich gut an diese Faszination, als Kind in der Augsburger Puppenkiste zu sitzen. Die Musik geht los, dann geht diese Kiste auf und dahinter dann diese Fantasiewelt. Und dieser Moment war für mich tatsächlich fast magischer, als was danach auf der Bühne stattfand. Dieses Entfliehen der Realität hat mich ...

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BTR 2 2023
Rubrik: Licht, Ton, Produktionen, Seite 18
von Sophie Diesselhorst

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