Vor der Weltfunkkonferenz

Das TV-UHF-Frequenzband zwischen 470 und 694 MHz wird derzeit vom Rundfunk zur terrestrischen Fernsehverbreitung (DVB-T2) und für drahtlose Produktionsmittel wie Funkmikrofone (PMSE: Programme Making and Special Events) genutzt. Es wird regelmäßig überprüft, ob die Verteilung der Frequenzen weiterhin sinnvoll ist. Dies geschieht Ende 2023 bei der Weltfunkkonferenz (WRC-23)

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Rundfunk und Kultur (PMSE) haben erklärt, dass sie die Frequenzen langfristig für ihre Zwecke benötigen. Weitere Nutzer sind Militär, Radioastronomie und Wetterdienst. Platz für zusätzliche Interessen gibt es nicht. Das ist das Ergebnis einer Messfahrt zur Erfassung der Frequenzbelegung im Frequenzbereich 470 bis 694 MHz. Die Messfahrt wurde im Februar 2023 durch das Ingenieurbüro von Matthias Fehr im Auftrag der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG unternommen. Dazu wurde ein Pkw mit mehreren Antennen, Messtechnik und einer störarmen Stromversorgung ausgerüstet.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stellte zusätzlich einen Messempfänger zur Verfügung. Damit war es möglich, parallele Aufzeichnungen durchzuführen. Wesentliches Ergebnis der Messungen ist, dass alle TV-Kanäle in Deutschland genutzt werden. Dabei ist die jeweilige Frequenzbelegung von Region zu Region unterschiedlich. Folglich ist kein landesweites freies Band für andere Nutzer verfügbar. Der kommerzielle Mobilfunk könnte in den Frequenzbereich nur eindringen, indem Rundfunk und Kultur auf ihre Belange verzichten.

Kultur mit Einschränkungen
Das aber ist nicht möglich. Schon bei den vergangenen ...

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BTR 2 2023
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 66
von Jochen Zenthöfer

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