Erst Erregung, dann Aussicht auf Mehrwert

Schon im Jahr 2019 gab es Beschlüsse, die „Uckermärkischen Bühnen Schwedt“ zu sanieren. Doch eine überraschende Aufnahme des Theaters in die Denkmalliste des Landes Brandenburg 2021 brachte das wichtige Vorhaben ins Stocken. Inzwischen liegt ein neuer Zuwendungsbescheid für eine denkmalgerechte Sanierung vor, die Baugenehmigung wurde erteilt. Hintergründe und Details erläutert unser Autor

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Schwedt, im November 2023: Die Stadtverordnetenversammlung der Oderstadt beschließt die Sanierung ihres Theaterhauses „Uckermärkische Bühnen Schwedt“ (ubs). Genauer: Sie entscheidet sich ein weiteres Mal dafür. „Die Umsetzung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt einer gesicherten und auskömmlichen Finanzierung“, formuliert es Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe im Beschlussvorschlag. Dieser Vorbehalt ist usus, selbsterklärend – und doch hat er hier einen besonderen Hintergrund, der die Euphorie des Anfangs durchaus ausbremsen kann.

Fast fünf Jahre zuvor, eine Stadtverordnetenversammlung im Februar 2019: Schon hier gibt es einen Grundsatz- und Planungsbeschluss, das Haus am Rand des Nationalparks Unteres Odertal im Inneren zu modernisieren und zugleich energetisch zu sanieren. Ein längst überfälliges Vorhaben, das nun, im Jahr des Amtsantritts von Intendant André Nicke, angepackt werden soll. Jahrelang ist das Haus auf Verschleiß gefahren worden, Havarien wie Rohrbrüche in immer dichterer Folge zeigen das Problem untrüglich an. Garderoben, Funktionsräume und Sanitäranlagen befinden sich mehr oder weniger im Urzustand von 1978. Mit zwölf Millionen Euro ist diese Ertüchtigung ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Ausgabe 1 2025
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 58
von Karsten Blüthgen

Weitere Beiträge
Mediales Konzertdesign fürs Planetarium

Das Zeiss-Großplanetarium gilt als Europas modernstes Wissenschaftstheater. Es wurde als eine der letzten Repräsentationsbauten der ehemaligen DDR anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins im Jahr 1987 errichtet. Seine Außenkuppel hat einen Durchmesser von 30 Metern, im Innern finden sich ein Planetariumssaal mit 307 und ein Kinosaal mit 160 Plätzen. Seit seiner...

Vorschau, Impressum BTR 1/25

Erste szenische Produktion
Anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Strauss im Jahr 2025 feierte seine Operette „Das Spitzentuch der Königin“ im Theater an der Wien Premiere. Die Inszenierung war zugleich die erste szenische Produktion im sanierten Theater – in einem aufwendigen Bühnenbild. Ein Karussell, dekoriert mit mehr als 1000 Glühlampen, gab der Handlung...

Starke Illusionen

Sie dienen der Orientierung, der Vertiefung des Bildes, dem Festhalten einzelner Bühnenmomente für eine vermeintliche Ewigkeit oder auch, ganz einfach: der Erzeugung starker Illusionen. Die Rede ist von vier OLED-Screens, die in Robert Lepages Stück „Glaube, Geld, Krieg und Liebe“ an der Schaubühne Berlin das Zentrum des sehr wandelbaren Bühnenbilds bilden und so...