Erst Erregung, dann Aussicht auf Mehrwert
Schwedt, im November 2023: Die Stadtverordnetenversammlung der Oderstadt beschließt die Sanierung ihres Theaterhauses „Uckermärkische Bühnen Schwedt“ (ubs). Genauer: Sie entscheidet sich ein weiteres Mal dafür. „Die Umsetzung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt einer gesicherten und auskömmlichen Finanzierung“, formuliert es Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe im Beschlussvorschlag. Dieser Vorbehalt ist usus, selbsterklärend – und doch hat er hier einen besonderen Hintergrund, der die Euphorie des Anfangs durchaus ausbremsen kann.
Fast fünf Jahre zuvor, eine Stadtverordnetenversammlung im Februar 2019: Schon hier gibt es einen Grundsatz- und Planungsbeschluss, das Haus am Rand des Nationalparks Unteres Odertal im Inneren zu modernisieren und zugleich energetisch zu sanieren. Ein längst überfälliges Vorhaben, das nun, im Jahr des Amtsantritts von Intendant André Nicke, angepackt werden soll. Jahrelang ist das Haus auf Verschleiß gefahren worden, Havarien wie Rohrbrüche in immer dichterer Folge zeigen das Problem untrüglich an. Garderoben, Funktionsräume und Sanitäranlagen befinden sich mehr oder weniger im Urzustand von 1978. Mit zwölf Millionen Euro ist diese Ertüchtigung ...
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BTR Ausgabe 1 2025
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 58
von Karsten Blüthgen
Im Juni 2022 eröffnete nach zwei Jahren Bauzeit das Museum der Heidi Horten Collection. Es liegt an prominenter Stelle direkt neben der Staatsoper, im Innenhof des sogenannten Hanuschhauses. Ein ehemaliges Kanzleigebäude, erbaut 1914, wurde für das Museum entkernt und aufwendig umgebaut. Heute verbirgt sich hinter den historischen Fassaden ein modernes...
Sie dienen der Orientierung, der Vertiefung des Bildes, dem Festhalten einzelner Bühnenmomente für eine vermeintliche Ewigkeit oder auch, ganz einfach: der Erzeugung starker Illusionen. Die Rede ist von vier OLED-Screens, die in Robert Lepages Stück „Glaube, Geld, Krieg und Liebe“ an der Schaubühne Berlin das Zentrum des sehr wandelbaren Bühnenbilds bilden und so...
Der Angriffskrieg auf die Ukraine ist der traurige Höhepunkt eines jahrzehntelangen imperialistischen Ansinnens seitens der Russischen Föderation. Die NATO ist in Alarmbereitschaft. Nervosität macht sich nicht nur in Polen, dem Baltikum und Skandinavien breit: Wird Russland weitere Länder angreifen? Auf solche Eventualitäten will das Militär gefasst sein....
