Einem Lächeln auf den Grund gehen

Seit 35 Jahren arbeitet die Theaterplastikerin Sabine Dahme am Hans Otto Theater in Potsdam und baut Kulissen, formt Landschaften und Architekturen. Sie kann Säulen, Figuren, Tiere, Möbel täuschend echt aussehen lassen, obwohl sie aus Styropor, Gips oder Ton bestehen.

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Eine fest angestellte Theaterplastikerin, das gibt es inzwischen nicht mehr an jedem staatlich subventionierten Haus in Deutschland. Sabine Dahme (59) arbeitet in einem großen, lichtdurchfluteten Atelier mit Seeblick. Die Wände sind behangen mit großen Tierköpfen und Puppen, in den Regalen lagern übergroße Hände, Köpfe aus denen man die Augen und die Zunge herausnehmen kann. In der rechten Ecke steht eine große Plattensäge. Dahme stammt aus einer Theaterfamilie: Ihr Vater war Schauspieler am Hans Otto Theater, zwei ihrer fünf Geschwister sind ebenfalls Schauspieler geworden.

Trotzdem versuchte der Vater, seine Tochter immer vom Theater fernzuhalten: Es sei kein guter Ort für junge Mädchen. „Ich habe als Kind noch nicht mal gerne geknetet, Theaterplastik kam mir zunächst gar nicht in den Sinn“, erzählt Dahme. „Ich war sehr schüchtern – dass ich dann später zwischen lauter Männern mit der Kettensäge herumspringe, konnte sich wirklich niemand vorstellen.“ Allerdings hat sie schon immer gerne gezeichnet und beherrschte damit schon früh eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man als Theaterplastikerin benötigt.

Dahme absolvierte nach der 10. Klasse zunächst eine Ausbildung als ...

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BTR Sonderband 2020
Rubrik: Thema: Berufsbilder & Porträts, Seite 76
von Eléna Iris Fichtner

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