Ein großer Spielraum

Seit den 1980er-Jahren erleichtern Übertitel den Zugang zu in Originalsprache aufgeführten Opern. Am Staatstheater Augsburg wurde eine eigene Software entwickelt, die eine Darstellung von Übertiteln mittels Projektion, LED-Übertiteltafel, Monitoren sowie den Smartphones des Publikums gleichzeitig in verschiedenen Layouts ermöglicht

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Die Idee, Übertitel mit dem übersetzten Text einer Oper einzublenden, kam dem Operndirektor der Canadian Opera in Toronto beim Besuch eines italienischen Musicals: Projizierte Textpassagen waren Teil des Bühnenbilds. 1983 blendete man in Toronto zum ersten Mal Übertitel in der Form von Dias über dem Portal ein. In der Folge entstanden rasch die heute üblichen, meist über dem Bühnenportal montierten Übertiteltafeln, auf denen Übersetzungen in einzelnen Absätzen mit in der Regel maximal 100 Zeichen Länge eingeblendet werden.

Die Entwicklung eines eigenen Übertitelsystems am Staatstheater Augsburg war nicht geplant, sie entstand vielmehr aus dem Reagieren auf unterschiedlichste Anforderungen. Die Erste kam aus der Dramaturgie im Frühjahr 2023: Ukrainische Flüchtlinge sollten eine Übersetzung des Textes von „Drei Schwestern“ auf ihren Smartphones mitlesen können. Damit sie die Szene und den gelesenen Text in Deckung bringen konnten, war es nötig, den Text ferngesteuert mit der Szene zu synchronisieren: Die Zuschauer öffnen per QR-Code eine Web-App, die Übertitel werden geladen und während der Vorstellung durch serverseitiges Pushen der Nummer des Übertitels weitergeschaltet. Blendung ...

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BTR Ausgabe 3 2026
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 46
von Jan-Pieter Fuhr

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