Die Wirklichkeit hinter dem Schein
Der Künstler Leandro Erlich thematisiert mit den Mitteln des Illusionismus und der Fiktion als Vehikel der Vorstellungskraft nicht nur die technischen Voraussetzungen, die es im Laufe des 20. Jahrhunderts erstmals in der Geschichte der Menschheit ermöglichten, die Umlaufbahn der Erde zu verlassen und zum Mond zu reisen. Ihn treiben auch der anthropogene Einfluss auf das „Raumschiff Erde“ und der Platz des Menschen im Kosmos um. Erlich, der 1973 in Buenos Aires, Argentinien, geboren wurde, wuchs in einer Architekt:innenfamilie auf.
Zunächst studierte er Philosophie, bevor er sich gänzlich der bildenden Kunst widmete. Seit seinen künstlerischen Anfängen in den 1990er-Jahren wusste Erlich mit seinen akribisch konzipierten Ausstellungen zu überraschen. Etliche seiner Werke – darunter ortsbezogene Skulpturen, Installationen und Videoarbeiten – nutzen gekonnt die Mittel der (optischen) Illusion, wodurch ihre sinnesstimulierende Wirkung zusätzlich intensiviert wird. Viele seiner Arbeiten sind nicht nur visuell, sondern auch körperlich erleb- und erfahrbar. Nicht selten nehmen die Besucher:innen seiner Ausstellungen einen performativen Part ein, die seine Installationen als spontan ...
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BTR 2 2025
Rubrik: Ausstellungen und Messen, Seite 62
von Dino Steinhof
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