Die BTT in besonderen Zeiten
Seit 113 Jahren veranstaltet die Deutsche Theatertechnische Gesellschaft (DTHG) Bühnentechnische Tagungen (BTT). Zwei Weltkriege, Weltwirtschaftskrisen, Inflation, die deutsche Teilung und Wiedervereinigung und die Dauerkrise der chronischen Unterfinanzierung deutscher Kultur spiegeln sich in der Geschichte dieser Tagungen, wie ich es versucht habe, in der zweibändigen Chronik der DTHG auf über tausend Seiten nachzuerzählen.
Auch Zeiten einer Pandemie gab es schon, die Spanische Grippe, die in den Jahren 1918 bis 1920 zwischen 20 bis 50 Millionen Tote forderte, bei einer Weltbevölkerung von nur 1,8 Milliarden Menschen.
Wenngleich sich die Zeiten gravierend geändert haben, gibt es verblüffende Parallelen. Auch damals vermutete man den Ausbruch der Spanischen Grippe zunächst in China, während später Wissenschaftler den amerikanischen Kontinent als den vermutlich richtigen Herkunftskontinent erforschten. Auch damals führte die Spanische Grippe zu einer Schließung vieler öffentlicher Gebäude wie Theater, Kinos, Restaurants, Cafés usw. Auch damals war die Gesellschaft, zudem nach dem Ende des verheerenden Ersten Weltkriegs, auf eine Pandemie in keiner Weise vorbereitet. In einer ...
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BTR Ausgabe 5 2020
Rubrik: Foyer, Seite 6
von Hubert Eckart
Das Duo scheinzeitmenschen – Valeska Klug und Birk-André Hildebrandt – arbeitet seit einigen Jahren vor allem im Ruhrgebiet und in NRW und ist Teil einer Ateliergemeinschaft, dem atelier automatique in Bochum. Mit weiteren Künstlern teilen sie sich ein Ladenlokal am Rand der Innenstadt, unweit der Off-Theaterbühne „Rottstraße 5 Theater“ gegenüber eines Szene-Cafés,...
Es wirkt ein bisschen so, als wolle Thees Uhlmann das Publikum an sein Herz drücken, als er beide Arme um seine Gitarre legt. Der Musiker strahlt: „Ihr seid so fantastisch, wie ihr das macht. Als hättet ihr den Knigge noch mal frisch gelesen“, sagt er mit Blick auf die Einhaltung der Hygienevorschriften und startet seine erste Zugabe. 600 Menschen sind an diesem...
Vor allem für große Orchester sind die coronabedingten Auflagen ein Problem: Mindestabstände einhalten und in voller Besetzung spielen – meist kaum möglich. Aber in den Umgang mit den Einschränkungen kommt auch etwas Bewegung: In München läuft in der Bayerischen Staatsoper ein Probebetrieb mit einer Obergrenze von 500 statt 200 Besuchern. Diese Vereinbarung wurde...
