Arbeiten mit dem, was da ist

Die Ausstellung „The Great Repair“ in der Berliner Akademie der Künste ist ein Plädoyer für einen bewussteren und behutsameren Umgang mit Materialien und Ressourcen, mit Baubestand und Infrastrukturen. Noch bis zum 14. Januar 2024 sind Arbeiten aus Architektur und Kunst zu erleben, die das Reparieren und Erhalten als neuen, wegweisenden Ansatz zeigen

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Wegwerfen oder reparieren? Nicht immer hat man die Wahl. Etwas zu ändern, setzt die Bereitschaft und die Möglichkeiten zum Reparieren und Erhalten voraus. Im Großen wie im Kleinen. Großen Gedanken und kleinen Schritten zu diesem Thema widmet sich gegenwärtig eine Ausstellung in der Berliner Akademie der Künste am Hanseatenweg. Keine Neuigkeit ist, dass der Bausektor für etwa 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen sowie für Versiegelung und Artenschwund verantwortlich ist.

Neu ist vielmehr das stärker werdende Bewusstsein für die Auswirkungen der Klimaschäden und die intensivere Auseinandersetzung mit diesem Thema. Mit „The Great Repair“ überschrieben, sammelt die Schau „Praktiken der Reparatur“, zeigt überraschende, berührende und auch praxisnahe Möglichkeiten, die große Wirkung haben (könnten). Vielen der Projekte liegen die Initiativen von Menschen zugrunde, die sich mit Nachdruck für nötige Veränderungen stark machen, die ein Bewusstsein und eine notwendige Öffentlichkeit für Probleme schaffen. Und Plänen zu Erfolg verhelfen. In sieben Kapiteln und drei großen Räumen werden 40 internationale Beispiele für Initiativen und realisierte oder geplante Projekte versammelt – unter ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR 6 2023
Rubrik: Ausstellungen und Kongresse, Seite 72
von Iris Abel

Weitere Beiträge
Barock für heute

Bayreuth ist nicht nur für Wagner-Freunde interessant, sondern birgt auch das größte noch erhalten gebliebene barocke Hoftheater: Nach der Aufnahme als kulturelles Erbe der Menschheit in die UNESCO-Welterbeliste 2012 sowie der anschließenden Sanierung, Renovierung und Gestaltung des Markgräflichen Opernhauses bis 2018 (BTR-Sonderband 2017 und BTR 3/2018) wurde es...

Ein Quantensprung

Gut gelaunt empfängt mich Andreas Enzler, Leiter des Beleuchtungsteams, vor dem Haupteingang des Theaters St. Gallen. Es ist Mitte September, in rund einem Monat wird hier erstmals nach rund drei Jahren wieder das Publikum ins Gebäude strömen. Enzler zeigt mir auf einem exklusiven Rundgang, was im Stammhaus alles saniert und erweitert wurde. „Das Publikum wird auf...

Spektakuläres Kulturzentrum

Als Theater Consultant habe ich viele Eröffnungen miterlebt und Partys zur Einweihung von Häusern gefeiert und kann daher ein fundiertes Urteil zu diesen Ereignissen abgeben. Im April dieses Jahres wurde in Mumbai, Indien, die wohl spektakulärste Eröffnungsfeier geboten, die ich je erlebt habe. Dort begnügte man sich nicht mit einer Veranstaltung, sondern dehnte...