Abgemischte Bildwelten
Wie bringt man die Welt der Extended Reality mit der der Bühnen zusammen? Und wie könnte eine digitale Bühne der Zukunft aussehen? Der Künstler Norbert Pape arbeitet seit geraumer Zeit intensiv zu diesen Fragen, indem er versucht, die Bildwelten abzumischen: Dazu nutzt er Technologien der Mixed Reality (MR), von einem Feld also, das sich neben Virtual Reality und Augmented Reality im Sinne einer Extended Reality (XR) etabliert hat.
Für seine Projekte heißt das, dass das Publikum mit den zur Verfügung gestellten XR-Headsets nicht nur digitale Bilder sieht, sondern die Umgebung weiterhin wahrnehmen kann. Eine transparente digitale Bildgestaltung ermöglicht es, dass sich Bilder, Körper und Bewegungen hier für das Publikum überlagern. Wie Pape betont, ist das Besondere an MR, dass die Headsets hier mit und über den sensomotorischen Apparat des menschlichen Körpers kommunizieren. Mit MR, so Pape, könne ein Gefühl von Präsenz, Raum und Bewegung hervorgerufen werden, weil mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen seien. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Norbert Pape das Thema der Mixed Reality aus zwei Perspektiven angeht: Denn zunächst ist er ausgebildeter Tänzer und Choreograf; er hat in ...
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BTR Sonderband 2026
Rubrik: Produktionen/Potenziale, Seite 64
von Bernhard Siebert
Essen
Die Kostümwerkstatt des Schauspiels Essen ist umfassend saniert worden. Rund 150 Kostüme werden dort pro Spielzeit für die Inszenierungen im Grillo-Theater, in der ADA oder für Außenprojekte genäht. Die Modernisierung war notwendig, da sich die rund 230 m2 großen Räumlichkeiten in einem baulich, technisch und arbeitsorganisatorisch sehr schlechten Zustand...
Technologien für großformatigen Druck und Bühnenbild
Seit mehr als 40 Jahren entwickelt das Familienunternehmen Big Image in Potsdam großformatige Drucktechnologien für die darstellenden Künste. Im Zentrum dieser Arbeit steht die „Infinitus“, eine intern entwickelte und gebaute Druckmaschine. Sie ermöglicht Drucke auf Baumwolle bis zu 12 × 50 Metern – die größten...
Auf dem Areal des ehemaligen Kieler Schlosses, das während des Zweiten Weltkriegs massiv zerstört wurde, wurde in den Jahren 1959 bis 1961 nach den Entwürfen der Architekten Sprotte & Neve ein Kulturzentrum errichtet, das sich aus einem eigenständigen Konzerthaus, einem modernen „Schlossgebäude“ sowie aus zwei aufgeständerten Gelenkbauten und dem einzig historisch...
