Innovative Entfaltung von Bestand

Für das Theater- und Produktionshaus Kampnagel in Hamburg, das die Hallen einer ehemaligen Kranfabrik nutzt, beginnt im Herbst dieses Jahres die erste Umbauetappe. Der Entwurf des renommierten französischen Architekturbüros Lacaton & Vassal, das mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde, begegnet dem Bestand auf gleichermaßen behutsame wie innovative Weise

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Mit der baulichen Transformation wird Kampnagel in Hamburg – das größte Produktionshaus für freie darstellende Künste in Europa – weiterentwickelt und zukunftsfähig gemacht. Außergewöhnliche Ansätze lassen nicht erst bei der Fertigstellung auf sich warten, denn bereits die Entwurfs- und Bauprozesse sind bemerkenswert. Um für diesen Ort ein nutzerorientiertes Konzept umzusetzen, standen die Intendantin Amelie Deuflhard, der Geschäftsführer Jonas Zipf und das Kampnagel-Team im intensiven Austausch mit den Architekt:innen und haben die komplexen Planungsprozesse aktiv begleitet.

Mit dem Verzicht auf eine Interimsspielstätte und der Entscheidung zum Bauen im laufenden Spiel- und Veranstaltungsbetrieb bringen sie sich zudem in die bevorstehenden Bauabläufe ein. Dazu wird eine „performative Baustelle“ geplant, die dem Publikum und der Stadtgesellschaft während der drei Bauetappen bis 2030 auch den räumlichen Wandel vermittelt.

Umnutzung für Theater, Kunst und Kultur seit über 40 Jahren
Dieses offensive Verhältnis der darstellenden Künste zur Spielstätte basiert auf dem Selbstverständnis der Kampnagel Kulturfabrik. Der Ort war von Beginn an mit dem Thema der Raumbildung verknüpft: von ...

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BTR Sonderband 2026
Rubrik: Bau/Betrieb/Sanierung, Seite 52
von Annette Menting

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