Yael Ronen & Dimitrij Schaad: (R)Evolution
Figuren:
Richard «Ricky» Martin/Alecto Dimitrij Schaad
Dr. Stefan Frank/Alecto Tim Porath
Tatjana/Alecto Marina Galic
Lana/Alecto Birgit Stöger
René André Szymanski
SZENE 1 – Introduction
Monolog Dimi Guten Abend, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Bevor es losgeht, würde ich Sie gerne mit den neuen Privatsphäre-Einstellungen und Nutzungsbedingungen des Thalia Theaters vertraut machen, mit denen Sie sich automatisch einverstanden erklären, sobald Sie diese Vorstellung anschauen.
Als Teil des Modernisierungs- und Digitalisierungsprozesses im Theater sind wir sehr stolz, Ihnen unseren neuen Service präsentieren können, den das Thalia exklusiv in Kooperation mit Google und Amazon entwickelt hat. Er heißt «Artech» und hat nichts Geringeres zum Ziel, als das verstaubte Medium Theater nun endlich auch in das 21. Jahrhundert zu führen.
Während Sie also heute Abend die Vorstellung schauen, werden wir auf Sie schauen. Wir wollen Sie nämlich kennen und verstehen lernen, so dass wir Ihnen in Zukunft ein noch besseres Theatererlebnis bieten können.
In meiner Hand halte ich einen extrem empfindlichen Glasfaser-Sensor. Solche Sensoren wurden in die Stühle im Zuschauerraum eingebaut und werden uns ...
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Theater heute Mai 2020
Rubrik: Stückabdruck, Seite 99
von
Gemäuer wie Windows-Kacheln, schwebende Labyrinthe, gleißend gelbe Wüste mit trickanimierter Supernova-Sonne – diese Welt, durch die Frank wieder und wieder taumelt, scheint aus der Pionier-Ära der Computerspiele zu stammen. Eine Pixelwelt, die ihre algorithmische Gemachtheit nicht verschleiert. Frank erlebt sie wie in Trance. Computerstimmen sprechen zu ihm,...
Eva Behrendt Herzlichen Glückwunsch zur Auswahl – und dazu, dass die Quote mit sechs Inszenierungen von Regisseurinnen sogar übererfüllt wurde. Wie ist das gelungen?
Margarete Affenzeller Eigentlich war’s ganz leicht. Es war in letzter Zeit kaum noch die Rede von der Quote, auch nicht in der Schlussdiskussion. Wir waren uns schon im Mai, als Yvonne Büdenhölzer...
Die 1980er Jahre waren glamourös. Männliche Popstars trugen Lidschatten und Lippenstift, ohne auf die Idee zu kommen, sich als genderfluid zu bezeichnen. Das Fernsehen, damals noch Leitmedium, warf einen Blick in die Welt der Superreichen. Wenn «Dallas» ab 1978 lief, drängte sich die ganze Familie, von der Oma bis zum Enkelkind, vor dem Bildschirm, schließlich...
