Vom Vordringen ins Innere

Kevin Rittberger «Wir sind nach dem Sturm»

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Wie gelangen wir sicher ins Innere? Und wieder hinaus, ohne den Halt zu verlieren?», fragt sich gleich zu Beginn von Kevin Rittbergers neuem Stück «Wir sind nach dem Sturm» der Bergrat Wilhelm August Julius Albert. Die Rede ist vom Vordringen in die Erde, die doch so viele Schätze unter ihrer harten Kruste verbirgt, die scheinbar gehoben sein wollen.

Gleichzeitig ist die Frage auch auf metaphysischer Ebene zu begreifen: Wie könnte man das menschliche Innere bereisen und heil wieder verlassen? Denn diese innere Kammer des Gegenübers hält wohl ähnlich viele Kostbarkeiten bereit wie Mutter Erde und dabei ebenso viele dunkle Ecken, in denen man sich Herz, Bein oder Genick brechen könnte. Nicht zuletzt ist sie aber auch anwendbar auf unser gesellschaftliches Ordnungssystem und die Frage, worauf es fußt und wie sich das darauf errichtete Denken und Handeln verändern lässt, ohne den Halt zu verlieren. 

Doch zurück zum Bergrat. Er wird ein Seil entwickeln, das die Bergbaukunst revolutioniert und den Halt beim Abtauchen Richtung Erdkern wahrt. Was er nicht bedachte, war, dass die gewachsene Sicherheit der Bergleute nur die eine Seite der Medaille darstellte. Die Konsequenzen seiner ...

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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Neue Stücke, Seite 158
von Nora Khuon

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Uraufführungen und Deutsche Erstaufführungen 2022/23

Uraufführungen

A 
Abdul Abbasi und Philipp Löhle 

Bombe! (Deutsches Theater Göttingen) 

Johanna Adorján 
Ciao (Bühnen Halle) 

Emre Akal 
Nachkommen – Ein lautes Schweigen! (Theater Münster) Göttersimulation (Münchner Kammerspiele) 

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