Verrutschte Sphären

Luk Perceval lässt die «Exiles» von James Joyce am Ort der Uraufführung wiederauferstehen und sich gleich wieder verlieren

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Wenn zwei sich nicht mehr so sehr lieben, hilft – manchmal – ein Dritter. Ein Nebenbuhler, der die alte Leidenschaft – und sei es nur die Eifersucht – durch sein Begehren in den Köpfen neu entfacht.

James Joyce, der Erfinder des Bewusstseinsstroms, war Zeit seines Lebens besessen von dieser Art des Liebesspiels über die Bande eines imaginierten Dritten, mal, wie in «The Dead», der berühmten Schlusserzählung der «Dubliners», als schuldbehaftete Erinnerung an den toten Geliebten, oder wenn Leopold Bloom im «Ulysses» sich seine Molly in den Armen aller möglichen Männer vorstellt, sie sogar mit seinem geistigen Ziehsohn Stephen Dedalus verkuppeln will.

In seinem einzigen erhaltenen Drama «Exiles» (Verbannte), an dem er zwischen 1914 und 1918, nach der Vollendung von «Portrait of the Artist as a Young Man» und parallel zu «Ulysses» arbeitete, entwickelt Joyce Motive aus «The Dead» weiter und entwirft eine geheimnisvolle, von Verdachtsmomenten und Wunschvorstellungen befeuerte doppelte Dreieckskonstella­tion. Nach einem längeren Rom-Aufenthalt zurück in Dublin begegnen der Schriftsteller Richard Rowan, unschwer zu erkennen als Alter Ego des Autors, und seine Lebensgefährtin Bertha ...

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Theater heute Februar 2015
Rubrik: Aufführungen, Seite 14
von Silvia Stammen

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die unverheiratete

Personen
 
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Die Mittlere (50)
Die Alte (90)
 

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(die Hundsmäuligen)
 
 
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(Klytaimnestra)
 
 
 
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