The future is feminist

Ein Porträt der Schauspielerin Josephine Köhler

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Sie stakst als Schillers Elisabeth auf blauen Stilettos so sicher über die Bühne, als wären es Arbeitsstiefel – mit böse blitzenden Augen, immer bereit zur giftigen Attacke. Legt in «Ökozid» als Anwältin der Klägerstaaten eine solche Wutperformance hin, dass man ein bisschen Angst kriegt vor so viel freiradikal sich entfaltender Energie. Sie zeigt als Istanbuler LGBTQ-Aktivistin in «Last park standing» zwar auch deren müde, verzweifelte, zerrissene Seite, vor allem aber die innere Kraft einer Widerständigen.

Josephine Köhler ist am Stuttgarter Schauspiel für die Rollen starker, autarker, auch mächtiger Frauen zuständig. Sie spielt sie mit einer körperlich natürlichen, geerdeten Bühnenpräsenz und mit soghafter Kraft. Ihr Herz spielt dabei ganz offenbar immer mit. Weswegen sie stets authentisch und glaubwürdig wirkt.

Ihre Lieblingsrolle, erzählt die 35-Jährige bei einem Cappuccino auf dem Stuttgarter Schlossplatz, sei bisher die Anna in Brechts und Weills «Die sieben Todsünden» gewesen, ihrem ersten Einsatz am Stuttgarter Schauspiel zu Beginn der Spielzeit 2018/19, wohin sie gerade vom Staatstheater Nürnberg gewechselt war. Die spektakuläre Stuttgarter Produktion verband die ...

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Theater heute Dezember 2024
Rubrik: Akteure, Seite 28
von Verena Großkreutz

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