Spiele mit der Wirklichkeit

Felicia Zeller entwirft in Saarbrücken eine Überwachungs-WG, und Thomas Melle sucht in Bremen nach «Ännie»

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Vorsicht, wenn sich plötzlich ein dicker fetter Kater in Ihre freundlich verschlampte Wohngemeinschaft einschleicht, möglicherweise in Begleitung von einem netten Herrchen, der angeblich der große Bruder von irgendeinem der Mitbewohner sein will.

Wer hat schon den Überblick über die Familienverhältnisse einer WG? Trotzdem Vorsicht, es könnte nämlich sein, dass es sich dabei um einen ganz hinterhältigen Überwachungsangriff handelt, der damit endet, dass Sie bei einem der nächsten Auslandsflüge am Flughafen von freundlichen Herren in ein Nebenzimmer geführt und nach allen Regeln der Terrorismusbekämpfung zusammengeschlagen werden. Die Grundannahmen von Felicia Zellers neuem Stück kümmern sich wenig um Alltagswahrscheinlichkeit. Aber was heißt Alltagswahrscheinlichkeit in einem Alltag, in dem zunehmend alles möglich wird? 

Wer dennoch den Überblick behalten möchte, sollte unbedingt die «Allgemeinen Geschäftsbedingungen» in elf Punkten studieren, die Zeller «Ich, sein großer analoger Bruder, sein verfickter Kater und du» vorangestellt hat. Dabei handelt es sich in einigen Paragrafen um den üblichen haftungsbefreienden Knebelvertrag, der in diesem Fall einen neuen ...

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Theater heute Januar 2017
Rubrik: Aufführungen, Seite 24
von Franz Wille

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