Science-Fiction und Geisterpremieren

Der neue Dessauer Schauspieldirektor Alexander Kohlmann startet mit Verve und geht coronabedingt auch ungewöhnliche Wege

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Seltsame Zeiten erfordern besondere Wege. Eigentlich hatte Alexander Kohlmann, seit dieser Spielzeit Schauspieldirektor am Anhaltinischen Theater in Dessau, einen großen Dreisprung vor, um das Publikum in der Bauhausstadt für sich und seine Vorstellung von Theater zu gewinnen. Das Science-Fiction-Stück «Mission Mars» sollte den Start machen, dann die «Eumeniden» und schließlich die Uraufführung von Michel Decars «Nachts im Ozean», inszeniert vom Autor selbst. Was im Oktober noch gut anlief, prallte auf den gar nicht mehr kleinen zweiten Corona-Lockdown.

Dennoch kamen alle Premieren – mehr oder minder – heraus.

Während es das Mars-Stück noch planmäßig auf die Bühne schaffte, konnten die «Eume­niden» immerhin ein einziges Mal vor Publikum gezeigt werden (allerdings ohne Teilnahme des Rezensenten), nur die geplante Uraufführung von Decar landete mitten im Lockdown. «Natürlich ist die Situation nicht schön, aber nichts zu tun ist auch keine Lösung», beschreibt Alexander Kohlmann die Lage und lud kurzerhand zu einer seltsamen Premiere Ende November. «Die Menschen wollen gerade jetzt, während das Haus geschlossen ist, etwas von uns hören. Sie wollen wissen, was wir hier drinnen tun.» ...

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Theater heute Januar 2021
Rubrik: Start Dessau, Seite 20
von Torben Ibs

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