Safe oder unsafe Space

Toshiki Okada «No Horizon», Stefan Kaegi/Rimini Protokoll «Société Anonyme» am Thalia in der Gaußstraße, Hamburg

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Treffen sich vier Avatare. Und reden, darüber, was eben so ansteht in der virtuellen Realität: das eigene Aussehen. Der Kapitalismus. Oder wer eigentlich «Kiuri» (Sylvana Seddig) ist, ein Wesen, das anscheinend eine Funktion hat in diesem Metaversum namens «No Horizon».

Gesichert ist, dass Kiuri die Musik komponiert hat, die einen leise umsummt (in Wahrheit stammt die elektronische Komposition mit ihren sanften Beats und süßen Harmonien von Kazuhisa Uchihashi), aber womöglich hat sie noch versteckte Aufgaben in dieser Welt, womöglich ist sie – Gott?

Toshiki Okada interessiert sich weniger für Handlung, mehr für konkrete Orte: für eine U-Bahn-Station in «No Sex» (Münchner Kammerspiele), für ein Businesshotel in «Doughnuts» (Thalia Hamburg). In «No Horizon» in der Hamburger Thalia-Nebenspielstätte Gaußstraße ist der Ort weniger konkret, aber es ist ein Ort, der im gesellschaftlichen Miteinander des Jahres 2024 relevant ist: die virtuelle Realität, die hier aussieht wie ein dunkler Raum, in den ein leicht heruntergekommener Spielplatz gestellt wurde mit Rutsche, Straßenlaterne, Klettergerüst (Bühne Dominic Huber). Wobei gerade das Gerüst auf den digitalen Charakter des Gezeigten ...

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Theater heute Februar 2024
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Falk Schreiber

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