Pool by pool – they can form a river
Wie ich mich bei Laune halte? Das Lachen vergeht einem angesichts der weltpolitischen Lage, aber auch der kleinen Themen, die oft noch näher sind. Und doch: Es gibt Momente, in denen es immer wieder gelingt – dieses merkwürdige, fragile Konstrukt namens «gute Laune» wenigstens für kurze Zeit aufrechtzuerhalten. Zum Beispiel beim Lachen. Oder beim Schwimmen.
Beides funktioniert erstaunlich ähnlich. Wer schwimmt, kennt es: Diese wenigen Minuten, in denen alles andere wegfällt. Keine Nachrichten. Keine Gedanken. Kein Lärm.
Nur das rhythmische Gleiten durchs Wasser, der gleichmäßige Atem, die Konzentration auf das eigene Tun. Ein Zustand der erfüllten Leere. Schwerelos. Frei.
So ist es auch mit dem Lachen. Für einen Moment tritt die Welt zurück. Man ist ganz da – in diesem einen befreienden Augenblick.
Man ahnt es also schon: Ich lache gern. Und ich schwimme gern.
Nun könnte man behaupten, Lachen sei eine Möglichkeit, die Probleme einfach wegzulachen. Schön wär’s. Aber das funktioniert leider nicht. Vielleicht bei Bill Kaulitz – der löst jede Krise mit einem entwaffnenden Lachen auf, jede Spannung, jede Irritation. Das wirkt für den Moment leicht, witzig und ja, sogar sympathisch. Für ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Cheering up, Seite 90
von Beate Heine
Oper? Schauspiel? Performance? Spektaktel? – Egal! Die Inszenierung des Jahres heißt – «Sancta»! Florentina Holzingers queerfeministische Aneignung einer katholischen Messe im Rahmen von Paul Hindemiths Kurzoper «Sancta Susanna»
– u.a. koproduziert von den Opernhäusern in Schwerin und Stuttgart – feiern 9 Theaterkritiker:innen. Auch wenn das Publikum insbesondere...
Man kann die Frage stellen, ob Zukunftsforschung überhaupt enden kann. Zukunft ist immer, auch morgen wieder. Für uns als künstlerisches Team des ITZ endet nun aber eine siebenjährige Etappe. Das «Institut für theatrale Zukunftsforschung» haben wir 2018 im Tübinger Zimmertheater gegründet. Das Akronym ITZ versteckt sich also sowohl im Programmatischen wie auch in...
Karin Cerny «Sancta» war deine erste Arbeit an einer Oper. Welche Erfahrungen hast du in dieser Institution gemacht, ist sie ähnlich patriarchal wie die Kirche?
Florentina Holzinger Es fiel uns schon schwer, eine Dirigentin zu finden, die vom Orchester akzeptiert wird. Dabei gibt es viele sehr gute Frauen. Aber es ist definitiv noch eine Männerwelt, die an der...
