Please, let there be peace

Im Februar präsentierte die Theater-Werkstatt «Sammelpunkt» ihre Ergebnisse im Berliner Theater Strahl

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Ziemlich genau vor einem Jahr gewann Christopher Nolans großes Filmepos «Oppenheimer» über den Bau der ersten Atombombe sieben Oscars. Dabei sparte der Film – wahrscheinlich aus dramaturgischen Gründen – den einzigen Wissenschaftler aus, der das geheime Manhattan-Projekt und Los Alamos bereits im Jahr 1944 aus ethischen Gründen verlassen hatte: den polnisch-britischen Kernphysiker Joseph Rotblat, der 1955 dann zusammen mit Albert Einstein und Bertrand Russell das Russell-Einstein-Manifest initiierte.

Im Jahr 1995 wurden ihm und den von ihm gegründeten Pugwash-Konferenzen, die sich für internationale Sicherheit, für Abrüstung und Strategien zur Vermeidung eines Atomkriegs einsetzten, der Friedensnobelpreis verliehen.

Tief ins 20. Jahrhundert – vor den Zweiten Weltkrieg und dann mitten in den Kalten – reist nun das theatrale Bio-Pic der polnischen Dramatikerin Marta Sokolowska «Please, let there be peace» zurück, das in fragmentarischen, szenischen Rückblicken diese Leerstelle füllt. Dabei fokussiert sich Sokolowska ihrerseits auf die öffentlich wenig bekannte (und sowohl von Wikipedia wie nobelprize.org ausgesparte) jüdische Herkunft und Geschichte von Rotblats Familie – die er ...

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Theater heute April 2025
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Anja Quickert

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