Ermutigt Euch!
Das Theater ist ein utopischer Ort. Gelangen wir also mit dem Theater zu Utopien und finden einen Ausweg aus den Katastrophen?
Das Theater wird uns sicher nicht aus der aktuellen politischen Situation und der Pandemie der Krisen heraushelfen. Wir müssen mit den Schlachten, die auf den politischen Bühnen der letzten Monate stattgefunden haben, einem Rechtsruck, wohin man global sieht, umgehen lernen und Visionen entwickeln, wie wir ihn aufhalten oder rückgängig machen können. In diesem ganzen Prozess steckt von (fast) allen Beteiligten viel Angst.
Und so beschäftige ich mich mit Ängsten. Mit eigenen und denen der anderen. Das Wort «Angst» kommt aus dem Indogermanischen und heißt eng. Tatsächlich kenne ich diese körperlich erlebbare Angst: Der Hals wird eng, die Brust fühlt sich eng an, und ich kann mich nicht mehr mitteilen.
Das Theater ist ein utopischer Ort und ein Ort der Angst. Lampenfieber ist davon nur eine – vielleicht die beste – Form. Wobei Lampen -fieber eigentlich Bewertungsstress ist. Unser Körper reagiert, wenn wir in der Öffentlichkeit sprechen, mit der Ausschüttung von Stresshormonen, die zu Herzrasen, Zittern, Durchfall, Schwitzen oder einem staubtrockenen Mund ...
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Theater heute April 2025
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Sabrina Zwach
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