Nur raus
Ich weiß nicht, wer diese Anregung geprägt hat: «Move out of your comfort zone». Ich persönlich habe sie vor vielen Jahren in einem Workshop von Andrew Harwood erstmals bewusst wahrgenommen und konnte mich sofort damit identifizieren.
Die Komfortzone verlassen, sich ins Ungewohnte bewegen, etwas anderes tun oder es zumindest auf eine andere Art und Weise versuchen.
In der künstlerischen Praxis ist das ein beliebter Gedanke oder gar ein Werkzeug, um sich selbst (meist physisch) herauszufordern, mit alten Mustern oder Gewohnheiten zu brechen oder sie zumindest wahrzunehmen, um sie dann umzuwandeln oder wenigstens zu hinterfragen. Diese Strategie ist, auf den eigenen Körper übertragen, eine hervorragende Stimulations- und Reibungsaufgabe, die manchmal auch an ihre Grenzen stößt. Denn selber der eigene Überprüfer des eigenen, womöglich sogar wirklich veränderten Handelns zu sein, kreiert bekanntlich blinde Flecken.
Wenn man seinen Körper aber einfach mal so nimmt, wie er ist, und ihn als Gesamtes aus der Komfort- in eine ganz andere Zone trägt oder fliegt, dann:
Folgt man dem Fernweh?
Die Ferne tat mir eigentlich immer nur insofern ein wenig weh, als ich nicht allzu gern fliege … oder, ...
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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Labore der Zukunft, Seite 88
von Antje Pfundtner
Eigentlich konnte dem Tanztheater Wuppertal nach der Zeit des Abschied- und Abstandnehmens nichts Besseres passieren als diese 47-jährige, mit allen Kunst- wie Verwaltungswassern gewaschene Managerin, Vernetzerin, Vorausblickerin als neue Frau an der Spitze. Sie ist informiert, ehrgeizig, arbeitsam, teamfähig, offen, flexibel und freundlich. Sie hat in großen...
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Dass man für bizarre Komik ebenso viele komplexe Fähigkeiten benötigt wie für dramatische Rollen, hat der Athener Euripides Laskaridis unlängst in Lyon demonstriert. Dort hat er eine Eigenkreation, das Solo «Relic», getanzt, eine Arbeit, die sich stilistisch jeder eindeutigen Zuordnung, Machart oder Mode entzieht und das Publikum gleich einer turbulenten...
