Neue Stücke · Aufführungen
Neue Stücke
Was passiert, wenn der Bewohner einer fünfköpfigen Akademiker-WG sein Zimmer ein Jahr lang Geflüchteten zur Verfügung stellen will? Dann wird daraus eine deutsche Komödie: der potenzielle Bühnenblockbuster «Willkommen» von Lutz Hübner und Sarah Nemitz dekliniert die Konsequenzen dieser menschenfreundlichen Idee am Beispiel weiterer Menschenfreund*innen durch; Filmregisseur Sönke Wortmann inszeniert am Düsseldorfer Schauspiel die Uraufführung.
Apropos Blockbuster: Daniel Kehlmann war als Kind vom Echtzeitfilm «High Noon» fasziniert. Ähnliches versucht er nun mit seinem Terror-Verhörstück «Heilig Abend» im Theater in der Josefstadt, Regie Herbert Fröttinger. Gleich zweimal schaut Konstantin Küspert diesen Monat in die Zukunft: «das ende der menschheit» droht in der Regie von Anton Kurt Krause am Staatsschauspiel Dresden; die «Believe Busters» versuchen am Landestheater Tübingen Frieden zu stiften. Alexander Eisenachs «Der Zorn der Wälder» handelt von einem radikalen Aussteiger, Marco Storman inszeniert in Bonn. Kay Voges knüpft im Dortmunder Megastore mit «hell/ein Augenblick» an das Spektakel der «Borderline-Prozession» an. Rebekka Kricheldorf schreibt für das ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Februar 2017
Rubrik: Daten, Seite 54
von Red.
Es schwimmt eine Barke in Richtung Europa. Auf ihr: ein Berg Leichen und ein Überlebender mit dem sonderbaren Namen Erdonidus Amandéü (Mathieu Montanier). Ein halbnackter, hagerer Mann im langen Hosenrock, ein Verlorener zwischen den Welten. Er ist auf der Flucht. Und er hat Schiffbruch erlitten. Wie Tausende andere vor ihm –beispielsweise das französische...
Shakespeare für Eilige, für Manager oder zum Einschlafen: Die Sucht, Klassiker einzudampfen und zu kompilieren, treibt aberwitzige Blüten. Zur Erweiterung des Zitatenschatzes und der Halbbildung wird da Weltliteratur zerpflückt und zerstückelt und in Häppchenform weitergereicht. Das Theater macht mit: Als eine Art Hochkultur-Medley kamen da schon mal «Sämtliche...
Gleißend wäre zu viel gesagt, aber ziemlich hell ist sie schon, die Bühne, die Lucas Devriendt für Julie van den Berghe aus schimmernden Plastikplanen gehängt hat. Von Devriendt heißt es im Programmheft, er stelle aus und lasse klassische Themen der Malerei im Heute spielen. Van den Berghe, geboren 1981, in der belgisch-niederländischen Theaterszene ein Begriff,...
