Lach dich tot, Gesellschaftskrise!
und schlägt, schlägt «scheiße» schreiend, da die türe zu, die raus führt ins foyer. und hört man durch die tür, von draußen hört man noch den unmut des besuchers, dem das geschehen da im bühnenraum so wenig ruhe ließ, dass er nicht anders konnte, als den saal dann zu verlassen. nicht ohne es, das publikum, und die akteurInnen da oben auf der bühne seinen unmut über all das dargebrachte spüren auch zu lassen.
und lehnt mein freund, der mit mir mitgelaufen ist, da ins theater, der eigentlich doch aus der bildenden, aber ein glühender theatermitläufer ist, lehnt sich zu mir herüber, und flüstert er mir jetzt zu, dass das das schöne ist. das ist das schöne, dass sich da im theater die leute echauffieren noch. dass ihm das bisher noch bei keiner ausstellungseröffnung untergekommen, dass, egal wie sehr die bilder das auge ästhetisch auch beleidigten, dass niemand dort schreiend den raum verlassen würd, ja dass die meisten dann dort bleiben würden, um einen spritzwein sich da vor den hässlichsten wanddekorationen hinter ihre gurgeln dann zu gießen, anstatt «scheiße» schreiend, türeknallend die galerie auch zu verlassen. dass diese qualität des theaters, dass es einen eben anders angeht, ...
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Theater heute Dezember 2024
Rubrik: Bücher, Seite 42
von Ferdinand Schmalz
In eigener Sache
Bezugspreise 2025
Zum 1. Januar 2025 ändern sich alle Print-Abonnementpreise und die Einzelheftpreise für unsere Leserinnen und Leser. Der neue Jahresbezugspreis beträgt 242,00 Euro. Einzelhefte kosten künftig 19,50 Euro, das Jahrbuch 2025 wird für 38,50 Euro erhältlich sein. In allen Preisen ist die Mehrwertsteuer enthalten. Weitere Informationen...
Prolog inklusive, sind 77 Stückchen Welt und Wahn zu entdecken im schriftstellerischen Debüt von Veit Sprenger, der 1997 das Per -formance-Kollektiv «Showcase Beat Le Mot» mitbegründet hat und bis heute unterwegs ist mit dem Ensemble. 77 tatsächliche Welten sind versammelt, weil Sprengers Kurz- und Kürzest-Geschichten durchweg in irgendeiner Art von Realität...
Als Jon Fosse im Vorjahr der Literaturnobelpreis verliehen wurde, hatte er das Stückeschreiben längst eingestellt und sich weitgehend der Romanproduktion zugewendet. Zu seiner Theater-Hochzeit aber, zwischen 2000 und 2010, wurden allein im deutschsprachigen Raum nicht weniger als 19 Fosse-Dramen erstaufgeführt, insgesamt umfasst seine Werkliste mehr als 30 Stücke....
