Keine Gefühlsausbrüche, bitte!

Lutz Hübners Theater-Hit «Frau Müller muss weg» hat es jetzt mit Sönke Wortmann auch ins Kino geschafft

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In «Frau Müller muss weg» von Lutz Hübner und Sarah Nemitz liefert ein Stellvertreterkrieg den dramatischen Stoff: Eltern, die sich für ihre Kinder ereifern. Schauplatz ist ein Klassenraum, in dem eine Gruppe Eltern der Leh­rerin ihrer Grundschulkinder den Prozess machen will. Geschrieben und uraufgeführt wurde das Erfolgsstück 2010 in Dresden, nachgespielt landauf, landab, u.a. 2012 am Berliner Grips-Theater in der Regie von Sönke Wortmann, der dar­aus nun einen Film gemacht hat.

Und, ja, Super-Idee, denkt man, wenn die Elterntruppenteile zum Tag der Abrechnung auf dem Schulhof in Dresden vorfahren und der Film sie spaßeshalber verlangsamt auf den ausholenden Schritt der glorreichen Spezialkräfte in amerikanischen Kriegsfilmen. Das ist doch mal ein Thema: Helikopter-Eltern, die sich zu viel Neoliberalismus reingezogen haben und den Leistungshorror auf den Nachwuchs projizieren. Das könnte doch mal was anderes werden als das übliche Mimimi des deutschen Paarbeziehungsproblemfilms. Zuletzt hatte sich Robert Thalheim mit Christiane Paul und Charly Hübner in den Hauptrollen mit «Eltern» (2013) an einer Beschreibung jener urban-wohlständigen, neobürgerlichen Familienwelt versucht – sich ...

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Theater heute Februar 2015
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Sascha Meng

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