Kein Trost, nirgends
und dort wo die seelenplatten sein sollten ist eine ausgebrannte vernarbte landschaft
Thomas Köck
Wir befinden uns inmitten einer Woge von Solastalgie. Tag für Tag verstärkt sich der dystopische Eindruck einer verschwindenden Natur. Solastalgie bezeichnet den Schmerz, den man erlebt im Augenblick der Erkenntnis, dass der Raum, den man bewohnt, angegriffen wird, und dass man sich sehnlichst wünscht, dass dieser Raum als Quelle des Trostes erhalten bleibt.
Der Begriff setzt sich zusammen aus dem lateinischen Wort für Trost (solacium) und der griechischen Wurzel (algia), die für Krankheit und Leiden steht, und wurde 2005 von dem australische Naturphilosophen Glenn Albrecht erstmals verwendet. Dabei ist Solastalgie kein neues Phänomen. Ihr Schatten verfolgt uns seit Jahrzehnten, und er holt uns täglich mehr ein.
Genau hier, an dieser Sollbruchstelle, setzt der neue Text des Dramatikers und Regisseurs Thomas Köck ein. Der Autor lädt uns zu einem Totentanz ein, in der die Natur zu Grabe getragen wird. Es gibt nur ein Problem: Wo trauern wir eigentlich über diese Welt, die jetzt gerade vor unseren Augen verschwindet? Was macht das Wissen um dieses Verschwinden mit uns, die wir die ...
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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Neue Stücke, Seite 153
von Julia Weinreich
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A
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