Jungs, wir haben ein Problem!

Die Konferenz «Burning Issues» fand dieses Jahr unter dem Motto «Performing Arts and Equity» statt. Sie war divers und aufschlussreich. Nur von den eigentlichen Adressaten fehlte fast jede Spur

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Lange hat man am Stadttheater geglaubt, dass man die Spitze der Menschlichkeit verkörpere. Man verstand sich als links, progressiv, gesellschaftskritisch und zeigte von der Bühne aus gerne mit dem Finger Richtung Publikum. Ihr seid zu kapitalistisch, egozentrisch, kümmert euch nicht um Ungerechtigkeit und so weiter.

Doch spätestens seit #MeToo rumpelt es auch in der hiesigen Theaterlandschaft gewaltig: Mehr als ein:e Intendant:in musste wegen Diskriminierungsvorwürfen oder Machtmissbrauch den Posten räumen oder sich wenigstens erklären, so mancher Regisseur begab sich kleinlaut in einen Critical-Whiteness-Workshop. 

Dann kam die Pandemie und mit ihr ein Innehalten, das nochmal jede Menge Schmutz an die Oberfläche befördert hat. Vor allem junge, weibliche, queere und BIPoC-Schauspieler:innen sind nicht länger gewillt, sich in die hierarchischen Strukturen der Kulturbetriebe einzuordnen. Die neu gegründete Gewaltschutzstelle Themis berät Betroffene, wie sie sich erfolgreich wehren können. Doch das Umdenken hat gerade erst begonnen.

150 Teilnehmer:innen, ein Intendant

Um Themen wie diese geht es bei den «Burning Issues». Einer Konferenz, die sich fragt, wie das Theater ...

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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Transformation, Seite 68
von Anna Fastabend

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