GEÄCHTET
Ort
Eine geräumige Wohnung an der Upper East Side in New York.
Zeit
2011 bis 2012.
Die ersten beiden Szenen spielen im Spätsommer 2011.
Die dritte Szene spielt drei Monate später im Herbst.
Die vierte Szene spielt sechs Monate später im Frühling.
Das Stück sollte ohne Pause gespielt werden
SZENE EINS
Licht.
Hohe Decken, Parkettboden, Profilleisten. Das ganze Programm.
Im Bühnenhintergrund – ein Esstisch. Dahinter eine Schwingtür zur Küche im Off.
Hinten links – ein offener Durchgang zu einem Flur, den man nicht einsehen kann.
Hinten rechts – eine Terrasse und Fenster mit Blick auf allerhand Häuser in der Ferne. Hier sieht man in jeder Szene, zu welcher Jahreszeit sie spielt.
Im Vordergrund – ein Wohnzimmer. Ein Sofa und Sessel, um einen Couchtisch gruppiert.
An der rechten Wand hängt ein großes Gemälde: ein leuchtendes, zweiteiliges Bild in satten
Weiß- und Blautönen, mit Mustern, die an einen islamischen Garten erinnern. Es wirkt magnetisch in seinem Schmelz.
Darunter ein Marmorkamin. Und auf dem Sims eine Schiwa-Statue.
Daneben ein kleiner Tisch mit einem halben Dutzend Alkoholflaschen.
Vorne links – ein Vorraum und die Eingangstür.
Die Wohnung ist sparsam und ...
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Theater heute März 2016
Rubrik: Stück, Seite 99
von Ayad Akhtar
Die Jugendstilbühne der Münchner Kammerspiele liegt in tiefem Nebel. Von goldgelbem Licht durchglühte Trockeneisschwaden dampfen aus der Nebelmaschine. Auch der Nieselregen vom Theaterhimmel sowie die federleichten Felsbrocken und Grasbüschel, die fünf hemdsärmelige Arbeiter in diesem hochwandigen Museumsmagazin bereits ausgiebig von vorne nach hinten geräumt...
Was Heiner Müllers «Horatier» gerade heute zum Terrorismus zu sagen hat
Der namenlose Kämpfer stößt dem verwundeten Gegner, der am Boden liegt und «mit schwindender Stimme» um Schonung bittet, «sein Schwert in den Hals, daß das Blut auf die Erde» fällt, er wirft sich das blutige Schlachtkleid des Getöteten über die Schulter, steckt sich dessen Waffe in den Gürtel...
Für wilde Kipp-Momente haben sie in Rostock bekanntlich ein Faible. Intendant raus, Intendant rein (TH 5/2015); Theaterneubau hin, Theaterneubau her; vier Sparten plus zwei nach dem Willen des Intendanten Sewan Latchinian, oder doch – widdewiddewitt – vier Sparten minus zwei nach Bürgerschaftsbeschluss. Es ist der der reinste Klipp-Klapp-Boulevard. Nur ohne Lacher.
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