Freies Theater: 25 Kilometer Billy-Regal
Die gute Nachricht zuerst: Es ist noch nicht zu spät. Verloren gegangen ist bisher erst wenig, und die Initiative zu einem «Archiv des Freien Theaters», die auf der Konzeptionskonferenz letzten Oktober im Münchner Literaturhaus präsentiert wurde, kommt damit zur richtigen Zeit, in der viele, die in den 1960er und 1970er Jahren begonnen haben, außerhalb der dafür vorgesehenen Orte und Institutionen Theater zu machen, altersbedingt darüber nachdenken, wie künftig mit den Relikten ihres Schaffens in Film, Bild, Ton und Schrift verfahren werden soll.
Aus denen kann sich zwar nie das Vergangene eins zu eins rekonstruieren lassen, betont Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers in seiner Begrüßungsrede, als dynamisches Instrument könne ein Archiv jedoch dazu beitragen, Inhalte und Ereignisse verfügbar zu halten und gemeinsam mit den Akteuren in neuer Form wieder aufleben zu lassen. «Performing the Archive!» ist daher Titel und Auftrag des Unternehmens, was mitschwingen lässt, dass es hier nicht um sture Katalogisierung verstreuter Materialien, sondern im Idealfall um die Vision des Archivs als Kunstform gehen soll.
Eine eigenständige Säule
Ein bisschen schwindelig ...
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Theater heute Januar 2017
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Silvia Stammen
Daten
Aachen, Grenzlandtheater
31. Delaporte und de La Patellière,
Das Abschiedsdinner
R. Udo Schürmer
Aachen, Theater
19. Projekt, Eine Handvoll
R. Robert Seiler
27. Miller, Alle meine Söhne
R. Michael Helle
28. Nicht mit uns! – Zauberland
ist abgebrannt
R. Florian Hertweck
Aalen, Theater der Stadt
11. Stamm, Agnes
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg...
Schade, dass Gerhard Stadelmaier die Verfilmung von Peter Handkes Stück «Die schönen Tage von Aranjuez» durch Wim Wenders nicht mehr im Dienst erlebt. Denn die Verfilmung sieht so aus, wie Stadelmaier das Stück aninszeniert hat in seiner Besprechung der Premiere von 2012: «Man müsste die beiden nur sitzen, sprechen und träumen lassen. Und wenn sie...
Nach drei Stunden endlich sprengt der Schmerz den Panzer. Hauke Haien, der nordfriesische Deichgraf, hat Recht behalten, aber es nützt ihm herzlich wenig. Sein neuer Deich würde halten, hätten ihn nicht seine Gegner durchbrochen. Die Sturmflut reißt Haukes Frau Elke und das gemeinsame Kind vor seinen Augen in den Tod. Johan Simons, der Theodor Storms...
