Digitale Paranoia

Dave Davidson «Verblendet» (DE) am Staatstheater Cottbus

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Celeste und Noah sind tot. Erschossen. War es Selbstmord oder eine geheime staatliche Kommandoaktion? Die Journalistin Lucy Kirkwood ist fasziniert von dieser Geschichte und erzählt sie in kurzen Ausschnitten dem Publikum: vom ersten Blind-Date über das Zusammenziehen, ihren Job als Krankenschwester, seiner Tätigkeit als Online-Klima-Aktivist, dem gemeinsamen Kind und schließlich der Eskalation am Ende. Hier schlägt die Inszenierung über die Stränge und lässt das bis dahin sorgsam inszenierte Setting actionreich zusammenbrechen.

Philipp Rosendahl, Mitglied des Leitungstrios am Staatstheater Cottbus, das in der nächsten Spielzeit viel zu früh ausgetauscht wird, hat die deutsche Erstaufführung von «Verblendet» von Dave Davidson in der Kammerbühne in Cottbus inszeniert. Wobei Davidson ein Pseudonym der Dramatikerin und Drehbuchautorin Lucy Kirkwood ist, deren Alter Ego durch den Abend führt. Dieses Spiel mit einem Pseudonym gab es schon zur Uraufführung, als das Stück in London unter dem Titel «That Is Not Who I Am» von Davidson herauskam, aber anschließend vom Verlag als «Rapture» von Kirkwood vermarktet wurde.

Verwirrung und flirrende Wahrheiten, gepaart mit Alltagsproblemen stehen ...

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Theater heute Februar 2025
Rubrik: Chronik, Seite 54
von Torben Ibs

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