Die abgewandte Seite der Geschichte

Beim Festival Körber Studio Junge Regie in Hamburg macht eine engagierte und selbstreflexive Generation Hoffnung auf die Theaterzukunft

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Fürs Programm ist immerhin gesorgt! Falls wir in mittelfristiger Zukunft noch öffentlich getragene Theater haben sollten – und das scheint derzeit ja ein großes «Falls» –, dann wird es auch weiterhin genug Kunst geben, um die vielen Kästen angemessen zu bespielen. Das ist das muntermachende Fazit einer knappen Woche beim diesjährigen Körber Studio Junge Regie.

Für das wohl wichtigste Nachwuchsfestival schickten die Schauspielschulen des deutschsprachigen Raums Inszenierungen ins Rennen, die sich krisengeschüttelt, aber gefasst und im Handwerk erstaunlich reif, zum Teil regelrecht aufregend präsentierten. Als Jury – ich durfte zusammen mit dem Regisseur und Kölner Intendanten Kay Voges, der Leiterin des Forum Freies Theater in Düsseldorf, Kathrin Tiedemann, der Regisseurin und letztjährigen Körber-Teilnehmerin Tamira Kalmbach sowie der Thalia-Dramaturgin Johanna Vater den mit 10.000 Euro dotierten Preis vergeben – mussten wir das noch Auszubildende bisweilen suchen, so bühnenfertig, selbstbewusst und geschliffen kam vieles daher.

Paradoxerweise wird Juryarbeit dadurch aber nicht leichter. Wo beim Körber Studio Junge Regie die sehr unterschiedlichen Startbedingungen und ...

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Theater heute Juli 2026
Rubrik: Festival, Seite 38
von Janis El-Bira

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