Deutschsprachige Erstaufführungen 2023/23

Theater heute - Logo

Tove Appelgren
Honey (piccolo teatro Haventheater Bremerhaven)

Steven Berkoff
Die Verwandlung (Theater Regensburg) 
Bahram Beyzaie
Yazdgerds Tod (Schauspiel Köln)

Anna Carlier
Krone (Theater, Oper und Orchester Halle)

Fatima Daas
Die jüngste Tochter (Theater an der Parkaue Berlin) 
Tove Ditlevsen
Gesichter (Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin)

Selina Fillinger
Die Schattenp

räsidentinnen. Oder: Hinter jedem großen Idioten gibt es sieben Frauen, die versuchen, ihn am Leben zu halten (Deutsches Schauspielhaus Hamburg) 
James Fritz
Parliament Square (Staatstheater Mainz)

Dan Giovanni
Die große Entwunderung des Wilbur Whittaker (Oldenburgisches Staatstheater) 
Paul Grellon
Wer Wind sät (The Power of Sail) (Staatstheater Meiningen)

Zinnie Harris
Haus ohne Ruhe (Stadttheater Ingolstadt) 
Kim de l’Horizont
Blutbuch (Schauspiel Hannover)

Julie Maj Jakobsen
Abgefuckt (Burgtheater Wien) 
Charlotte Josephine
Bitch Boxer (Vorarlberger Landestheater Bregenz)

Greg Liakopoulus
Generation Lost (Nationaltheater Mannheim) 
Ken Ludwig
Carmen darf nicht platzen (Contra-Kreis-Theater Bonn) 
Arne Lygre
Zeit für Freude (Theater Oberhausen)

Dorota Maslowska
Andere Leute (Theater Osnabrück) 
Marius ...

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Theater heute Jahrbuch 2023
Rubrik: Daten, Seite 167
von

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2023 werden voreilig «postpandemische Zeiten» ausgerufen, und daher erscheint Marcus Peter Teschs neues Stück genau zur richtigen Zeit. Während alle Welt sich noch mit künftigen Pandemien in Folge des Corona-Virus beschäftigt und sich im Glauben wiegt, für kommende Pandemien besser gewappnet zu sein, lenkt Tesch den Blick auf eine andere Pandemie. Seit 1983 ist...

Wider die Steigerungslogik

Wir alle wissen: Die Welt wäre ökologisch schon längst und gleich mehrfach gegen die Wand gefahren, würde die gesamte Weltbevölkerung so leben, wie wir es hier in Deutschland tun. Auch ohne dies ist der Aufprall nicht mehr fern und kaum aufzuhalten. Das lässt viele verzweifeln und wenige rebellieren. Und so praktiziere auch ich meine ganz persönliche verzweifelte...

Der Schein und die Leere

In ihrem berühmten Essay «Anmerkungen zu Camp» schreibt Susan Sontag 1964, dass die wesentlichen Merkmale von «Camp» die Liebe zur Künstlichkeit, zum Artifiziellen und zur Übertreibung sind. «Camp» ist für Susan Sontag das Gefühl für eine bestimmte Ästhetik, etwas, das mit «kitschig» oder «affektiert» nur unzureichend zu übersetzen ist. Für Sontag ist «Camp» der...