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​​​​​​​Das Hamburger «Nordwind»-Festival verbindet Postkolonialismus, Postdramatik und Queerness mit leichtem NordeuZurück zum Anfangropa-Schwerpunkt

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Ursprünglich wurde das Festival «Nordwind» 2006 als Schaufenster der nordeuropäischen Theateravantgarde gegründet, dezentral organisiert mit Aufführungen in Berlin, Hamburg und Dresden, später auch noch Bern. Im Laufe der Jahre sprangen die Kooperationspartner ab, als einziger Spielort des Festivals blieb das Hamburger Produktionshaus Kampnagel. «Nordwind» wurde zwar weiterhin in Berlin kuratiert, übernahm aber nach und nach die Kampnagel-typische Perspektive zwischen Postkolonialismus, Postdramatik und Queerness.

Was zur Folge hatte, dass der Nordeuropa-Bezug nach und nach verloren ging, auch wenn das der Qualität des Programms keinen Abbruch tat.

Die Eröffnung der 2024er-Ausgabe ist in diesem Sinne gleichzeitig eine Rückkehr zum ursprünglichen Festivalgedanken wie eine Fortführung der späteren Fassungen. Die norwegische Choreografin Elle Sofe Sara zeigt «Vástádus Eana – The Answer is Land», eine Art szenisches Konzert, das nach einer Weile von fremdartigem Yoik-Gesang auf dem Theatervorplatz zu expressivem Tanz mutiert. Und das als zutiefst nordisches Thema auf eine Kampnagel-Spezifik verweist: auf Kolonialismus, hier in der speziellen Ausprägung des «nordischen ...

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Theater heute Februar 2025
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Falk Schreiber

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