Yachtclub Helsingör

Shakespeare «Hamlet»

Theater heute - Logo

Ein Grund für den ungebrochenen Publikumserfolg Christian Stückls als Regie führender Intendant des Münchner Volkstheaters ist seine Fähigkeit, vielinterpretierte Klassiker, Shakespeare vor allem, so zu inszenieren, als sähe er sie zum ersten Mal. Stückl schafft es ohne mit der Wimper zu zucken, aus «Hamlet» einen von keines Gedankens Blässe angekränkelten, liebenswert zupackenden Draufgänger zu machen, der seine Mission impossible im faulen Staate Dänemark als halbstarker Actionheld im Stil eines Tom Cruise erledigt.

Dass professionellen Theatergängern angesichts solch aufrichtiger Unbekümmertheit meist etwas flau zumute wird, mag daran liegen, dass man schon lange nicht mehr so ungefiltert durch diverse Metaebenen auf Shakespeare geschaut hat. Und dem Publikum gefällt’s, weil es sich an etwas Wohlvertrautes erinnert fühlt (auch wenn es das so naturgemäß noch nicht gesehen hat).
 

Ein Mann auf dem Mond wie auf dem Stückplakat ist dieser Hamlet jedenfalls nicht. Zwar steht Friedrich Mücke ganz zu Beginn einen Moment lang stocksteif und zugeknöpft inmitten der fröhlichen swingenden Hochzeitsgesellschaft um ihn herum, doch nach einer spontanen Abkühlung im Gartenbassin bricht schon ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Januar 2010
Rubrik: Chronik, Seite 49
von Silvia Stammen

Vergriffen
Weitere Beiträge
Einstürzende Altbauten

Als das Schiller-Theater in Berlin 1993 geschlossen wurde, da hatte das noch irgend­wie Stil. Da waren Empörung und Pro­test bundesweit: Da ging es darum, dass wegen fehlender oder falsch verteilter schnöder Finanzen ein traditionsreiches Haus und die Hochkultur überhaupt geschleift wurde. 
 

Heute ist das anders. Dabei geht es nicht um ein einziges, es geht um eine...

Unter Quarantäne

Martin Kusejs Wiener Inszenierung von Karl Schönherrs «Weibsteufel» war eine der erfolgreichsten Produktionen der Saison 2008/09. Die Aufführung wurde zum Theatertreffen eingeladen, das Ensemble wurde mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet, Hauptdarstellerin Birgit Minichmayr in der Theater-heute-Um­frage zur «Schauspielerin des Jahres» gewählt. 
 

Auch beim Publikum war...

Premieren im Januar

Aachen, Grenzlandtheater

Kasse: 00 41/1/261 21 79
25. Shanley, Zweifel

R. Anja Junski
 

Aachen, Theater

Kasse: 0241/47 84 244

16. von Mayenburg, Der Stein

R. Nicolai Sykosch

21. Mansmann nach Horváth, Jugend ohne Gott

R. Nora Mansmann

22. nach Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

R. Ann-Marie Arioli
 

Aalen, Theater der Stadt

Kasse: 07361/522 600

7. Keun,...