Virtuose der Unbeholfenheit

Der österreichische Komödienschauspieler und Opernregisseur Otto Schenk ist 94-jährig gestorben

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Als Otto Schenk am 9. Jänner dieses Jahres starb, haben die österreichischen Fernsehanstalten umgehend ihre Programme geändert. Neben Sondersendungen konnte man über eine Woche lang in alten Komödien, Spielfilmen, Sketches und satirischen Gesprächsformaten Abschied nehmen von diesem Schauspieler, der voll und ganz dem Phänomen des Publikumslieblings entsprach. Auf «Otti» konnten sich alle einigen.

Der 1930 in Wien geborene Sohn einer Triestinerin und eines österreichischen Notars hat in seinem Spiel stets das Unzulängliche ins Liebenswerte umgemünzt und damit mitten in die österreichische Seele getroffen. Schenk war dem Land so bedeutsam, dass er vor seiner Beisetzung öffentlich im Wiener Stephansdom aufgebahrt wurde. Über 1500 Fans sagten ihm dort Lebewohl. Der ORF berichtete.

Mit dieser medial begleiteten Zeremonie post mortem hat Schenk nun Ehrenmitglieder des Burgtheaters übertrumpft, steht diesen doch als letzte Verneigung «lediglich» das Privileg eines feierlichen Trauerkonvois um das Theatergebäude zu. Zuletzt wurde diese Ehre Peter Simo -nischek und Achim Benning zuteil. Schenk hat sie jetzt alle rechts überholt. Typisch Schenk, muss man sagen. Der Meister des ...

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Theater heute März 2025
Rubrik: Akteure, Seite 40
von Margarete Affenzeller

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