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Großoffensive an der Theaterfilm-Front: Hardi Sturm und Leander Haußmann führen Regie in den Theaterkanal-Produktionen «Nachtasyl» und «Kabale und Liebe»

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Der Rhythmus stimmt in diesem Film. Der Sound auch und die Richtung sowieso: Existenzfragen und sozialer wie mentaler Überlebenskampf sind nun mal die Themen dieser Tage (keine Ironie!). Was Gorkis naturalistisches «Nachtasyl» natürlich nicht zum Nachbarschaftsdrama macht, und der Filmregisseur und Drehbuchautor Hardi Sturm, der den Stoff in deutsch-französischer Koproduktion (NFP teleart, ZDF-Theaterkanal, Arte) verfilmt hat, stilisiert die Sache trotz allerhand Zeitkolorit auch eher ins Überzeitliche, Archaische. Letzte Dinge, revisited.

 

Am Anfang sieht man Luka, den Wanderer, in einer ehemaligen NVA-Kaserne campieren. Er sitzt am Feuer und schaut sich den ML-Agitprop an den Wänden an. Einen Schäferhund hat er auch dabei. Dann macht sich der Alte wieder auf den Weg – weiter durch den wilden Osten. Dazu, nicht auftrumpfend, aber mächtig Stimmung machend, die Low-fi-Roadmovie-Musik von Dürbeck & Dohmen. Luka also, ein postideologischer Penner, der im Off von der Wahrheit spricht, die keinen interessiert. Ein schöner, ein poetisch-realistischer Anfang, gebrochen nur durch die seltsame Mokanz, mit der Hans-Peter Hallwachs die Worte formt, und durch die rührende Holprigkeit des ...

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Theater heute Oktober 2005
Rubrik: Medien/TV, Seite 62
von Petra Kohse

Vergriffen
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