Übers Sprechen sprechen
So ein Andrang war nie. 380 Anmeldungen gab es zur diesjährigen Konferenz der Dramaturgischen Gesellschaft, mehr als doppelt so viel wie erwartet.
War es der Tagungsort München, der in diesen klirrekalten Januartagen jederzeit das Ausbüxen zum Skifahren ermöglichte, wie Kulturreferent Hans-Georg Küppers zur Eröffnung schelmisch anmerkte? War es das Ergebnis des schon vor einigen Jahren vollzogenen Generationswechsels in der DG, der Früchte zeitigt und in Scharen die jungen Dramaturgen aus den, na ja, eher mittleren bis kleinen Stadttheatern von Aachen bis Oldenburg in die Bayerische Theaterakademie lockte?
Vielleicht galt der Andrang ja auch dem Thema der Tagung: «Es gilt das gesprochene Wort», ein weites Feld. Um Sprache sollte es gehen, das Sprechen über Theater (die Dramaturgenkönigsdisziplin) und das Sprechen im Theater, auf der Bühne. Und disziplinübergreifend sollte über das Sprechen gesprochen werden, mit Impulsen aus der Neurowissenschaft wie der politischen Rhetorik, der phonetischen Wissenschaft, der Soziologie wie der psychologischen Didaktik. «Ein Wort ist das schnellste, was es gibt. Lasst eure Köpfe platzen!», rief Kammerspiel-Intendant Johan Simons mit charmantem ...
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Theater heute März 2013
Rubrik: Magazin: Konferenz, Seite 62
von Barbara Burckhardt
6./Mittwoch
20.15, arte: Fenster zum Sommer Spielfilm (2011) von Hannelore Valencak, Regie Hendrik Handloegten, mit Nina Hoss, Fritzi Haberlandt,
Lars Eidinger, Mark Waschke u.a.
8./Freitag
22.35, 3sat: Gegen die Wand Spielfilm (2004) von Fatih Akin, mit Birol Ünel, Sibel Kekilli, Catrin Striebeck u.a. (vgl. TH 4/04)
12./Dienstag
21.45, 3sat: Die verrückte Welt der Ute...
Alceste hat eine Portion üble Laune gefrühstückt. Jetzt kotzt er sich aus. Gründlich, wenn auch ohne Grund. Einen Anlass braucht Alceste nicht, prinzipielle Abscheu gegen Freund und Feind genügt völlig, nicht umsonst ist er als Molières «Menschenfeind» bekannt.
Michael Maertens hat für seinen Zürcher Alceste die Misanthropie in der Tat in sich hineingefressen....
Die Putzfrau mal schnell ein Ciabatta für die Mittagspause kaufen schicken und sich dann nicht mal für diesen Extra-Dienst bedanken – im Gegensatz zu seinem schlecht gelaunten Kompagnon in der auf In-Vitro-Fertilisation spezialisierten Privatklinik würde Sebastian so etwas niemals tun. Der geschiedene Arzt behandelt seine bulgarische Reinigungskraft Jana mit...
