Foto: Privat
Thomas Lehmen: Die Deutsche Tanznorm
Wussten Sie, woher der Begriff der Deutschen Tanz Norm A 1 stammt, kurz «DTN A 1»? Erarbeitet und verabschiedet wurde «DTN A 1» vom Bundesamt für Kunstarbeit mit Vertretern des Deutschen Tanzkongresses und Repräsentanten der «Deutschen Industrie Norm-Abteilung Mediales und Kunst». Gesponsert hat das Vorhaben die Agentur ART-HEAD, die inzwischen auch über seine Umsetzung wacht.
Mit der Erarbeitung von «DTN A 1» wurde erstmals ein Katalog verbindlicher Kriterien aufgestellt, der Choreograf*innen jederzeit Orientierung gibt, weil sie endlich genau wissen, welche künstlerischen Merkmale offiziell durch Bund, Länder und Kommunen gefördert werden. Kurz und verständlich listet «DTN A 1» die demokratisch beschlossenen Kriterien in fünfzehn Punkten auf: Politisches, Feines, Stilistisches, Schlaues, Utopisches, Richtiges und Falsches, Freies, Neues und Altes, Deutsches und Anderes, Interglobales, Kontexterweiterndes und Besseres – das sind in der Tat ausreichend weit gefasste Kategorien, die überdies auch Mischformen erlauben.
Choreograf*innen nutzen nun eine frei verfügbare App, die gezielt Parameter abfragt. Man gibt zum Beispiel ein: eine Bewegung, ein Textfragment und eine der oben ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Raum für Visionen, Seite 114
von Thomas Lehmen
Julian Amir Lacey wurde in New York vom Dresdner Ballettdirektor Aaron S. Watkin entdeckt, in einer Präsentation der School of American Ballet. Dort hat Lacey seine in San Francisco begonnene Ausbildung abgeschlossen. Training nach Waganowa, Erweiterung des Tanzhorizonts mit Balan-chine – das sind beste Voraussetzungen für die Dresdner Kompanie. Über deren...
Immer noch entwickelt sich das klassische Ballett weiter und entdeckt für sich neue Formen. Es ist die elaborierteste, die gehobenste Tanzform schlechthin. Man sieht Tänzerinnen und Tänzer, die Dinge bewerkstelligen, die sonst kein normaler Erdenmensch hinbekommen würde, und nicht selten blitzt ein göttlicher Funke auf. Aber beim klassischen Ballett geht es nicht...
Auffallend groß gewachsen ist er, attraktiv und gut gebaut dazu: Reece Clarke, First Artist beim Londoner Royal Ballet, bekommt in letzter Zeit vermehrt Klassiker-Hauptrollen anvertraut. Er verströmt eine Aura der Souveränität, wie sie Menschen seiner Körpergröße nicht selten von Natur aus mitbringen. Auf der Bühne ist er in der Regel mühelos auszumachen.
Im...
