Foto: Privat
Thomas Lehmen: Die Deutsche Tanznorm
Wussten Sie, woher der Begriff der Deutschen Tanz Norm A 1 stammt, kurz «DTN A 1»? Erarbeitet und verabschiedet wurde «DTN A 1» vom Bundesamt für Kunstarbeit mit Vertretern des Deutschen Tanzkongresses und Repräsentanten der «Deutschen Industrie Norm-Abteilung Mediales und Kunst». Gesponsert hat das Vorhaben die Agentur ART-HEAD, die inzwischen auch über seine Umsetzung wacht.
Mit der Erarbeitung von «DTN A 1» wurde erstmals ein Katalog verbindlicher Kriterien aufgestellt, der Choreograf*innen jederzeit Orientierung gibt, weil sie endlich genau wissen, welche künstlerischen Merkmale offiziell durch Bund, Länder und Kommunen gefördert werden. Kurz und verständlich listet «DTN A 1» die demokratisch beschlossenen Kriterien in fünfzehn Punkten auf: Politisches, Feines, Stilistisches, Schlaues, Utopisches, Richtiges und Falsches, Freies, Neues und Altes, Deutsches und Anderes, Interglobales, Kontexterweiterndes und Besseres – das sind in der Tat ausreichend weit gefasste Kategorien, die überdies auch Mischformen erlauben.
Choreograf*innen nutzen nun eine frei verfügbare App, die gezielt Parameter abfragt. Man gibt zum Beispiel ein: eine Bewegung, ein Textfragment und eine der oben ...
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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Raum für Visionen, Seite 114
von Thomas Lehmen
Als Choreograf steht der ehemalige Béjart-Tänzer erst am Anfang. Doch die großen Tanzensembles reißen sich bereits um die Stücke des 29-jährigen Franzosen. Etienne Béchard hat in der letzten Spielzeit mit dem Ballet de l‘Opéra du Rhin «Cupidon s‘en fout» einstudiert. Das gesellschaftspolitische Tanzstück untersucht, was passiert, wenn in einer Welt, in der alles...
Ich weiß nicht, wer diese Anregung geprägt hat: «Move out of your comfort zone». Ich persönlich habe sie vor vielen Jahren in einem Workshop von Andrew Harwood erstmals bewusst wahrgenommen und konnte mich sofort damit identifizieren.
Die Komfortzone verlassen, sich ins Ungewohnte bewegen, etwas anderes tun oder es zumindest auf eine andere Art und Weise versuchen....
Sie fällt auf, denn sie hat ein Gesicht, keine hübsche Larve. Die Myrtha, das war heuer Prisca Zeisels erstes großes klassisches Rollendebüt am Bayerischen Staatsballett. Bereits im März ist die 22-Jährige zur Solistin befördert worden. Sie schlug einen sofort als eine Wilis-Königin von gläsern-unnahbarer Schönheit mit gefrorenem Herzen in ihren Bann. Schon davor...
