Thomas Köck: paradies spielen (abendland. ein abgesang)

teil drei der klimatrilogie. Auftragswerk für das Nationaltheater Mannheim © Suhrkamp Verlag

Theater heute - Logo

black snow falls
aus den notizen einer anonymen klimaforscherin
(spätes zwanzigstes jahrhundert)


zur besetzung freigegeben sind

ein singender Kondukteur
zwei chinesische Wanderarbeiter
eine handvoll Passagiere
Marianne Sonja Doris Fred Martin


und ein

ausgebrannter Chor im ewigen ice der
Spätmoderne


den man
so die empfehlung des verfassers
durchweg als kinderchor
besetzen sollte

entstanden im ewigen ice zwischen mannheim und linz als<

br />
auftragswerk
für das
nationaltheater mannheim

mein dank gilt
neben dem theater
allen mitreisenden und
insbesondere
dem medizinischen personal im kepler universitätsklinikum linz

abteilung
verbrennungschirurgie

das stück ist als
gescheiterter monolog zu lesen

ps
überlegen sie dreimal bevor sie ins eigene
verderben und auf die kleine bühne mit dem text laufen als
alternative gehts nämlich immer auch
im großen haus wenn das aus
welchen gründen auch immer eher
schwierig ist dann gern auch
in der oper ich
habe da keine einwände

nachspielen wird wie immer
ans herz gelegt

weil es für mehr
als einen abend reicht

und außerdem

erst in der wiederholung
entsteht die
essenz

ansonsten gilt wie immer

gut festhalten
und
viel spaß


prolog

im schnee



battere i denti

parlando piangendo

ich
trau mich nicht ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute März 2018
Rubrik: Stückabdruck, Seite 99
von

Weitere Beiträge
Graz: Das große Husten

Wenn im Theater gehustet wird, dann normalerweise im Zuschauerraum. Diesmal aber fängt die Vorstellung damit an, dass das in Anoraks und Daunenmäntel gehüllte Ensemble sich vor dem Vorhang aufreiht und so lange herzhaft um die Wette hustet, bis der – ebenfalls hustende – Doktor seine Patienten von der Bühne holt. So beginnt Alexander Eisenachs Inszenierung des...

Jesus als Künstlerdrama

Im Anfang war das Wort. Und das Bild. Und sonst auch noch vieles. In Stuttgarter Schauspielhaus hat Kay Voges, hauptberuflich Intendant des Dortmunder Schauspiels, zur Messe geladen. Mit Weihrauchduft lotst er die Besucher in die heiligen Hallen des Theaters, an dessen Decke und Seitenwänden im Zuschauerraum viele kleine rote Lämpchen leuchten. Schummrige Stimmung,...

Body Art: Schmerz und Scherz

Aua, das tut doch weh! Florentina Holzinger steht in ihrer jüngsten Arbeit «Apollon» nackt an der Rampe und haut sich mit dem Hammer einen acht Zentimeter langen Nagel in die Nase. Ihre Kollegin Evelyn Frantti, ebenfalls nackt, schiebt sich einen beunruhigend langen Luftballon in den Schlund, der durch den Körper zu wandern scheint. Sie zieht die leere Hülle aus...