Theaterferien auf dem Campingplatz?
Gute Sache erstmal, keine Frage. Über 1300, zum Teil hochprominente deutschsprachige Theaterkünstler:innen bekennen sich in einer Resolution solidarisch mit den Aktionen der «Letzten Generation», die sich auf Autobahnen oder an berühmten Kunstwerken festklebt, um auf die Klimakatastrophe aufmerksam zu machen, in die wir alle reinsteuern, wenn wir nicht schnellstens unser Leben ändern. «Deutschland ist, historisch gesehen, der viertgrößte Emittent von Klimaschadstoffen», heißt es da. Und weiter: «Der Wohlstand, in dem wir leben, basiert auf diesen Emissionen.
Und was tut die Regierung? Sie drängt auf Erschließung neuer Gasfelder, lässt in Rekordzeit LNG-Terminals bauen, diskutiert über Fracking und gewährt Tankrabatt – wohl wissend, dass eine auf fossilen Energien beruhende Wachstumsökonomie mit Klimaschutz unvereinbar ist. Keines der deutschen Klimaziele wird so erreicht werden.»
Die Störaktionen der Letzten Generation, die stundenlangen Staus zur Hauptverkehrszeit, das Ankleben an Werke von Gustav Klimt, Lucas Cranach oder Claude Monet sind heftig kritisiert worden. Ist das Verhalten der Aktivist: -innen übergriffig, gar terroristisch, wie Berliner AfD-Abgeordnete mutmaßen? Ist ...
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Theater heute 1 2023
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Franz Wille
INGOLSTADT, STADTTHEATER
bis 3.2.23, Schatten und Licht
Zusammen mit dem Stadtarchiv und dem dem Projekt «Opfer des Nationalsozialismus in Ingolstadt» wird das Schicksal zehn jüdischer Ensemble-Mitglieder des Theaters in Ingolstadt von den 1920er Jahren bis 1945 nachgezeichnet.
MARBACH, LITERATURMUSEUM DER MODERNE
bis 9.2.23, Will’s Book – 400 Jahre Shakespeare’s...
Der neue Festivalleiter Christian Watty kann zufrieden sein mit seinem ersten Festival ohne Corona-Beschränkungen. An Euro-Scene in Leipzig ist die Publikumskrise vorbeigegangen. Ausverkaufte Vorstellungen, wohin man schaut. Tänzerisch war es gleich vom Start an hochkarätig: Jan Martens mit GRIP und dem Dance On Ensemble und Tanz Mainz zeigten mit «Any attempt will...
Darf man mit jemandem Sex haben, auf dessen Nachtkästchen ein Exemplar von «Mein Kampf» liegt? Und ist es umgekehrt okay, nicht mit einem Typen zu schlafen, obwohl der so freundlich war, einem die halbe Wohnung auszumalen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die amerikanische Autorin Patty Kim Hamilton in «Sex Play», ihrem ersten im deutschsprachigen Raum...
