Theaterferien auf dem Campingplatz?

Eine Resolution für die «Letzte Generation»: Über 1300 Theaterkünstler:innen erklären sich solidarisch

Theater heute - Logo

Gute Sache erstmal, keine Frage. Über 1300, zum Teil hochprominente deutschsprachige Theaterkünstler:innen bekennen sich in einer Resolution solidarisch mit den Aktionen der «Letzten Generation», die sich auf Autobahnen oder an berühmten Kunstwerken festklebt, um auf die Klimakatastrophe aufmerksam zu machen, in die wir alle reinsteuern, wenn wir nicht schnellstens unser Leben ändern. «Deutschland ist, historisch gesehen, der viertgrößte Emittent von Klimaschadstoffen», heißt es da. Und weiter: «Der Wohlstand, in dem wir leben, basiert auf diesen Emissionen.

Und was tut die Regierung? Sie drängt auf Erschließung neuer Gasfelder, lässt in Rekordzeit LNG-Terminals bauen, diskutiert über Fracking und gewährt Tankrabatt – wohl wissend, dass eine auf fossilen Energien beruhende Wachstumsökonomie mit Klimaschutz unvereinbar ist. Keines der deutschen Klimaziele wird so erreicht werden.» 

Die Störaktionen der Letzten Generation, die stundenlangen Staus zur Hauptverkehrszeit, das Ankleben an Werke von Gustav Klimt, Lucas Cranach oder Claude Monet sind heftig kritisiert worden. Ist das Verhalten der Aktivist: -innen übergriffig, gar terroristisch, wie Berliner AfD-Abgeordnete mutmaßen? Ist ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute 1 2023
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Franz Wille

Weitere Beiträge
Passion Zuhören

Wie werden wir eigentlich sozialisiert in Bezug auf unsere Sexualität? Wie lernen wir, was Sexualität ist und was sie ausmacht? Mit ihm habe nie jemand über Sexualität gesprochen, fasst Krysztof trocken zusammen, weder sein introvertierter, rigider Vater noch seine Lehrer:innen. Im Holland der 1990er Jahre war sie ein Tabu. Was er dann fand, waren die Pornovideos...

Wahrgewordene Befürchtungen

Ganz am Ende dann gibt sich die Autorin zu erkennen, und in einem langen Monolog spricht sie von der Normalität, die sie sich wünscht in diesen Zeiten des Krieges, der Unordnung. Es sind ganz banale Dinge, die ihr einfallen: Einen neuen Vorhang will sie für die Wohnung kaufen, Stangen, an denen sie ihn anbringen kann. In die Stadt will sie fahren, shoppen, wieder...

Impressum und Vorschau 1/23

Pläne der Redaktion

Der nächste europäische Krisenherd: ein Report über das Theater im Kosovo und das Leben in einem schwierigen Land

«Spiel-Räume der Demokratie» – über Architektur und Politik im Theaterbau der frühen Bundesrepublik

Gleich zwei Uraufführungen von Elfriede Jelinek an zwei aufeinanderfolgenden Tagen: auch für erklärte Freunde der Textfläche eine...